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“Lobet den Herrn“ – Ein Geburtstagslied und Gruß für Agnes Wendland am 18. März

Agnes Wendland wohnte in der ehemaligen Pfarrwohnung, Gemeindehaus Gethsemanestr. 9, 1. Etage

Mutiger Einsatz für jüdische Menschen
Von 1916 bis 1946 lebte Agnes Wendland in unserem Pfarrhaus in der Gethsemanestraße 9, an der Gethsemanekirche (Berlin – Prenzlauer Berg), wo ihr Mann als Pfarrer tätig war.
Unter Einsatz ihres Lebens nahm sie die Geschwister Ralph und Rita Neumann, als Juden verfolgte Menschen, in ihrer Familie auf. Um ihren Mann nicht zu gefähr­den, verheimlichte sie ihm die jüdische Identität ihrer „Gäste“. Die Zubereitung von Essen und die Verpflegung von Gästen in dem stets offenen Pfarrhaus machten einen großen Teil ihres Lebens aus.
Als sie versuchte, ei­nen ihrer jüdischen Schützlinge, Ralph Neumann, aus der Ge­stapohaft frei zu kämpfen, wurde sie selbst verhaftet und ei­nige Wochen im Arbeitslager der Gestapo in der Großen Hamburger Straße festgehalten.
Als sie dort erkrankte, trat ihre Tochter Ruth an ihrer Stelle die Haft an. Diese wurde nach einigen Tagen entlassen.

Zur Einweihung der Gedenktafel am Gemeindehaus, Gethsemanestraße 9, im Sommer 2010 kamen Ralph Neumann, seine Frau, Angelika Rutenborn, die Tochter Agnes Wendlands und Rudolf Weckerling, Pfarrer der Bekennenden Kirche, ins Gemeindehaus Gethsemanestraße 9 zu Besuch.

weitere Informationen: http://oeak.de/okumenische-projekte/zeugen-gottes-in-berlin/agnes-wendland/

Wikipedia:
Agnes Wendland, geb. Cralow (* 18. März 1891 in Wittenberge; † 31. August1946 in Senzke) war (…) Pfarrfrau der evangelischen Gethsemanegemeinde in Berlin. Unter Einsatz ihres Lebens versteckte und schützte sie während des Zweiten Weltkrieges als Juden verfolgte Menschen im Pfarrhaus der Gemeinde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Wendland

 Foto: Gedenktafel mit Blumen.