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25 Jahre mitHerz und Tatkraft –Danke, Antje!

Wenn man »Antje Erdmann, Berlin« in die Suchmaske eines Internetbrowsers eingibt, kommt kurz und bündig: »Arbeit mit Kindern und Familien. Diplom-Sozialpädagogin, Diakonin«. Das ist schon richtig, weil es ihre Qualifikation und ihr Arbeitsfeld in der Gemeinde korrekt beschreibt. Und doch viel zu knapp und zu trocken, um all das zu erfassen, was Antje in 25-jähriger Tätigkeit alles angestoßen, bewegt und geschafft hat.

Die Fusion der vier Gemeinden zur heutigen Evangelischen Kirche Prenzlauer Berg Nord war für viele ein schmerzhafter Prozess. Aber er erlaubte es unter anderem, eine Stelle zu schaffen, auf die sich Antje als fertige Studentin bewarb. Sie hatte zuvor ein Studienpraktikum in Segen und Elias absolviert. Ihre Abschlussprüfung als Diakonin umfasste einen Konfi-Unterricht in Segen. Am 1. September 2001 ging es dann los mit der Arbeit mit Kindern und Familien – die immer weiter wuchs (mehr dazu im gleichnamigen Beitrag in diesem Gemeindebrief).

Selbst wer keine Kinder hat oder welche, die längst aus dem Haus sind, weiß oft, was Antje alles angeschoben hat. Und was sie seit Jahren voller Engagement tut: Unter anderem mit über 200 Kindern zur Sommerrüste fahren. Verantwortlich dafür sein, dass der jährliche St.-Martins-Umzug mit Ross und Reiter stattfinden kann. Der so groß ist, dass Leute, denen man davon erzählt, es kaum glauben können. Das Panikbasteln ausrichten. Das Mittwochscafé begleiten. Und noch vieles mehr. Das gelingt alles nur so gut, weil Antje eine Teamarbeiterin ist und andere begeistern kann mitzumachen. Nicht nur die Hauptamtlichen, sondern auch viele Ehrenamtliche allen Alters. Sie kann wunderbar Zutrauen vermitteln, begleiten, unterstützen und loben. Wer von ihr direkt am Morgen nach dem St.-Martin-Umzug eine warmherzige Danke-Mail bekommen hat, weiß das. Sie setzt damit um, was schon in ihrer Stellenbewerbung stand: Dass sie sich um die Ehrenamtlichen kümmern und sie einbeziehen wolle.

Wenn man sich umhört, warum Antjes Arbeit so erfolgreich ist, dann sind sich die Befragten ziemlich einig. Weil sie nicht nur sehr engagiert ist, umsichtig und gut vernetzt in der Gemeinde wie im Kiez. Zudem kompetent, kollegial und eine Meisterin der Beschaffung von Fördergeldern. Sondern auch strukturiert und sehr gut organisiert. Sie gehört zu den Menschen, die überzeugt davon sind: Diskrete, aber umfassende Vorbereitung im Hintergrund ist eine unverzichtbare Grundlage dafür, dass es später im Vordergrund scheinbar wie von selbst läuft. Und alle genießen können, was ist und was sich ergibt.

Dienst nach Vorschrift, das gab es bei Antje in 25 Jahren wohl nie. Dienst in lebendiger Veränderung immer. Sie hat sich noch zur Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen qualifiziert sowie zur Tanzpädagogin. Und immer wieder neu auf den Weg gemacht in einer sich wandelnden Gemeinde. Ihre Basis ist die direkte Arbeit mit Kindern geblieben, von denen sie als verbindlich, verlässlich, nahbar geschätzt wird und sicher oft auch als phantasievoll.

Viel Aufhebens um ihre Leistung hat Antje nicht gern, war auch zu hören. Aber ein Dankeschön nach einem Vierteljahrhundert in der EKPN geht hoffentlich in Ordnung.

Sabine Rieser