Unsere Kirchengemeinde finanziert ihre Arbeit durch
• Kirchensteuerzuweisungen der Landeskirche, entsprechend unserer Gemeindegliederzahl
• Mieteinnahmen
• Kollekten und Spenden
• Teilnehmerbeiträgen (z.B. für Rüsten und die Konfizeit)
• projektbezogenen Fördermittel von unterschiedlichen Stellen, die wir beantragen
Der größte Anteil der Einnahmen kommt durch die Kirchensteuer. Das Personal wird daraus finanziert und ein Teil der Sach- und Gebäudekosten. Von den Mieteinnahmen fließt das meiste Geld in die Bauunterhaltung der Wohn- und Gemeindehäuser und die (vorgeschriebene) Substanzerhaltungsrücklage für diese (für irgendwann anstehende größere Maßnahmen). Schon lange reicht es nicht mehr, um alles zu finanzieren was wünschenswert ist. Kollekten und Spenden, Beiträge und Fördermittel sind zu wichtigen, dringend notwendigen Einnahmequellen geworden, um die Gemeindearbeit in gewohntem Umfang weiterführen zu können. Die Spendenbereitschaft ist hoch und dafür danke ich Ihnen hier an dieser Stelle ausdrücklich.Trotz sinkender Mitgliederzahlen (bei uns und generell) sind die Kirchensteuereinnahmen lange Zeit in etwa gleichgeblieben. Bisher wurde prognostiziert, dass das noch einige Jahr so bleiben soll. Erst ab Anfang der 30er Jahre wird es deutlich sinken. Unser Kirchenkreis ist Vorreiter beim Transformationsprozess. kkbs.de/transformationsprozess. Dort wird überlegt, wie kirchliche Arbeit dann aussehen kann und soll. Bereits jetzt merken wir jedoch die Auswirkungen. In etwa gleichbleibende Kirchensteuereinnahmen bei steigenden Personal- und sonstigen Kosten führte schon seit Jahren dazu, dass die Gemeinde gegensteuern musste.
Insbesondere gab es nach und nach Personalabbau, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeschieden sind (nur noch drei Pfarrpersonen statt vier, ¼ Stelle weniger in der Kirchenmusik (Detlef Lehmann), ¼ Stelle weniger im Bereich Arbeit mit Kindern und Familien (Markus Jost), insgesamt 1 Hausmeisterstelle weniger, der Küster macht den Bereich Konzertbüro (¼ Stelle) im Rahmen seiner Stelle mit. Bis 2025 kamen wir damit einigermaßen hin. Solide Haushaltsführung hat dafür gesorgt, dass Jahr für Jahr etwas übrigblieb und in eine freie Rücklage gepackt werden konnte. Im Zuge der Aufstellung des Haushaltsplanes im Herbst 2025 haben wir erfahren, dass die Landeskirche für das Jahr 2026 die Kirchensteuerprognose für die Gemeinden um 7,5% gesenkt hat, was im Ergebnis dazu führt, dass der aktuelle Haushaltsplan eine Lücke von ca. € 134.000,00 aufweist. Durch die gerade erwähnte Rücklage ist das laufende Jahr erst mal gedeckt. Meistens schätzt die Landeskirche die Kirchensteuer vorsichtig. Wenn alles gut geht, werden wir vielleicht nur die Hälfte tatsächlich aus der Rücklage nehmen müssen. Und dann?
Im nächsten Jahr steigen die Kosten weiter, die Kirchensteuer wird aber auf keinen Fall mehr steigen. Die Gemeinde hat dringenden Handlungsbedarf, und zwar jetzt schon, nicht erst ab den 30er Jahren und möglicherweise im Vorgriff auf das, was im Transformationsprozess entwickelt und umgesetzt werden soll. Ich gehe davon aus, dass die nächste freiwerdende Stelle nicht mehr besetzt werden kann. Das wird aber nicht reichen. Wenn die Gemeinde nicht immer weiter schrumpfen will, müssen die anderen o.g. Einnahmequellen dringend erhöht werden. Auch auf der Ausgabenseite muss geprüft werden, was verringert werden kann, ohne die Gemeindearbeit zu stark einzuschränken. Wie?
Der Gemeindekirchenrat hat einen Arbeitskreis »AG Strategie« mit GKR-Mitgliedern und Hauptamtlichen eingesetzt, die Lösungen entwickeln sollen. Dazu werden Sie in Kürze mehr erfahren.
Ich werfe mal eine schöne runde Zahl in den Raum: € 100.000 mehr Einnahmen würden der Gemeinde und damit uns allen guttun.
Haben Sie Fragen oder Ideen – nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.
Frank Esch, Geschäftsführer