
Liebe Leser:innen, liebe Leser,
eine Momentaufnahme: Da stehen sie und stärken ihnen den Rücken, die Begleiter:innen der Konfis auf dem Titelbild. Jedes Jahr werden die Konfis gebeten, sich jemanden auszusuchen, der ihnen assistiert im Konfirmationsgottesdienst. Einen Begleiter, der einem auch mal mit Rat und Tat zur Seite steht, eine Begleiterin, die einen machen lässt und wahrnimmt, was man tut, und mitkommt, wenn‘s schwer wird.
Lebensbegleiter:in, das ist auch ein Bild dafür, wie Gott für uns da sein will.
In den Psalmen spricht Gott „Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ (Ps 32, 8b)
So wie jetzt gegen Ende des Sommers bestimmt viele Eltern-Augenpaare ihre Kinder begleiten werden, wenn sie die ersten Schritte aus den Wohnungstüren wagen, zurück in den Alltag, in ein neues Schuljahr, den Schulrucksack über der Schulter, manche hüpfend vor Aufregung, andere eher schlurfend. Für einen kleinen Augenblick folgen ihnen die elterlichen Augen noch und lassen sie dann doch ziehen.
So ähnlich stelle ich mir auch die Begleitung durch Gott vor. In manchen Lebenssituationen ist er uns ganz nah und lässt uns doch selber machen, lädt uns ein, selbst aktiv zu werden. Und bringt uns zusammen mit anderen Menschen, mit denen wir Gemeinschaft haben können.
Das ist auch eine Grundidee von Kirche, dass wir von Gott zusammengerufen werden, um gemeinsam Orientierung und Halt zu finden, um uns gegenseitig zu stärken und um das Gute zu suchen und zu tun. Das ist etwas, was einen über das ganze Leben begleiten kann, mal intensiver, mal weniger.
Auch unsere Kirchengemeinde ist ein Ort, wo sich Menschen begegnen können, Begleitung finden, sich gegenseitig unterstützen, miteinander Spaß haben, sich verständigen, musizieren …
Diese 150. Ausgabe unseres Gemeindebriefs setzt einen Schwerpunkt auf den verschiedenen Gemeinschaftsmöglichkeiten – den „Gruppen und Kreisen“ wie es im Kirchensprech heißt – die es in der EKPN aktuell gibt. Es ist eine Momentaufnahme, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, und doch ein bunter Überblick, darüber, wie viele wir sind, wie unterschiedliche Menschen hier einen Ort finden. Vor allem ist es aber eine Einladung. An alle, die neu dazukommen, die sich gerne bestehenden Gruppen anschließen möchten oder die Lust haben, Neues entstehen zu lassen: Willkommen, schön dass Ihr da seid!