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Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht

Olof-Palme-Friedensmarsch 1987 – wer erinnert sich?

Im September 1987 organisierten internationale Friedensgruppen einen Friedensmarsch zum Gedenken an den schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme, der am 28. Februar 1986 ermordet worden war. Als entschiedener Gegner des atomaren Wettrüstens hatte er einen atomwaffenfreien Korridor zwischen Ost und West vorgeschlagen.

Vom 2. bis 4. September führte ein Pilgerweg von Aktion Sühnezeichen zwischen den ehemaligen Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen. Es folgten eine Demonstration in Berlin und am 9. und 10. September Stationen des Olof-Palme-Friedensmarschs in Potsdam.

Der Friedensmarsch markierte einen besonderen Moment der DDR-Geschichte: Erstmals traten staatliche, kirchliche und Basisgruppen gleichzeitig mit eigenen Transparenten und Forderungen öffentlich und friedlich auf. Zu sehen waren unter anderem das Symbol »Schwerter zu Pflugscharen« sowie die Forderung nach einem »Sozialen Friedensdienst«. Dieses gemeinsame Auftreten blieb einmalig.

Im September 2027 erinnern verschiedene Veranstaltungen an diese Ereignisse. Dafür suchen wir Menschen, die den Friedensmarsch selbst erlebt haben. Ob als Teilnehmende, Beobachtende oder Unterstützende – Ihre Erinnerungen, Erfahrungen und Geschichten sind ein wichtiger Beitrag zur lebendigen Erinnerung. Nicht jede und jeder muss dafür auf einer Bühne stehen: Auch persönliche Gespräche helfen, Geschichte zu bewahren.

Melden Sie sich gern!
Ansprechpersonen: Hannah-Maria Liedtke und Hana Hlásková
E-Mail: bildung@garnisonkirche-potsdam.de
Weitere Informationen: https://garnisonkirche-potsdam.de/vom-transparent-zur-stimme/