5. April, 10.15 Uhr – ökumenischer Fernseh-Gottesdienst aus der Gethsemanekirche

„An Deiner Seite“

Wie können wir einander nahe sein trotz Isolation und Quarantäne, Mindestabstand und Besuchsverbot? Welche Wege zum Nächsten lassen sich neu finden? Welche alten entdecken wir wieder?

Der rbb bringt den Gottesdienst zu Ihnen nach Hause: Am Palmsonntag, dem 5. April, überträgt das rbb-Fernsehen ab 10.15 Uhr den ökumenischen Gottesdienst „An Deiner Seite“ aus der Gethsemanekirche.

Mit dabei:
Murat Üzel, Pfarrer der Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Berlin e.V.,
Jasmin El-Manhy, Pfarrerin der Gethsemanekirche,
Lissy Eichert, Pastoralreferentin & katholische Sprecherin der ARD-Sendung „Das Wort zum Sonntag“ uns Schauspieler Matthias Dittmer.
Musik: Kantor Oliver Vogt (Orgel & Flügel) & Christiane Rosiny (Geige & Gesang)  
Moderation: Barbara Manterfeld-Wormit, Rundfunkbeauftragte EKBO

In diesen schwierigen Zeiten möchten Gläubige ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung aussenden: Wir bleiben nachbarschaftlich verbunden, auch wenn Gotteshäuser nicht mehr für Gottesdienste geöffnet sind. 

https://www.rbb-online.de/derrbbmachts/gottesdienst/oekumenischer-gottesdienst-aus-der-gethsemanekirche-berlin.html

„Wachet und betet – Freiheit jetzt“ – Gebetsanliegen online

Das tägliche Gebet für die Inhaftierten in der Türkei und weltweit halten wir täglich um 18 Uhr, jeder und jede zuhause. Lasst Euch einladen vom Glockenläuten um 18 Uhr, zündet eine Kerze an und betet mit. Eine Liturgie und ein wöchentlich wechselndes Gebetsanliegen findet Ihr hier.
Oder zum Mitnehmen an der Gethsemanekirche in dem Kasten bei den Gemeindebriefen.

OSTERN IN DER TÜTE

Zu Beginn der Karwoche werden wir die Gethse­manekirche montags und dienstags (6. und 7. April) in der Zeit von 10 – 12 Uhr offenhalten und Oster­tüten verteilen. In den Tüten findet Ihr alles, was es braucht, um die Feiertage von Gründonnerstag bis Ostermontag zuhause zu feiern. Dazu werden wir Gottesdienste streamen und so in Verbindung sein.

Wer gerne eine Ostertüte hätte, sie aber nicht abholen kann, melde sich bitte im Gemeinde­büro (Tel. 030 445 77 45 oder gemeindebuero@ekpn.de). Wir bringen die Tüte dann vorbei.

Ökumenisches Corona-Seelsorgetelefon

Um für die Nöte und Sorgen der Menschen da sein zu können, hat die Notfallseelsorge/ Krisenintervention Berlin seit letzter Woche gemeinsam mit der Kirchlichen Telefonseelsorge und der Krankenhausseelsorge ein Seelsorgetelefon eingerichtet. Unter der Nummer 030 403 665 885 sind jeden Tag zwischen 8 bis 18 Uhr professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger erreichbar.

Die Mitarbeitenden des ökumenischen Corona-Seelsorgetelefons verzeichnen seit Start der Initiative eine wachsende Zahl an Anrufen. Im Vordergrund stehen vor allem die Sorgen und Ängste der Menschen vor weiteren Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens. Derzeit können knapp 50 professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger der Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin, der Krankenhausseelsorge und der Kirchlichen Telefonseelsorge die Anrufe entgegen nehmen. Auch bei den Notrufen der Berliner Polizei und der Feuerwehr sowie bei verschiedenen Berliner Betrieben ist die Nummer des Corona-Seelsorgetelefons hinterlegt.

Nach Aussage der Betreiber rufen Menschen vielfach wegen Beziehungsproblemen und Existenzsorgen an. Auch haben einige Angst vor einer Verschärfung der coronabedingten Krise und den Folgen. Aber auch sachliche Fragen wie etwa nach ausgefallenen Gottesdiensten und Alternativangeboten beschäftigen die Anrufer.

Information

Kontakt: Pfarrer Justus Münster, Beauftragter für Notfallseelsorge im Sprengel Berlin, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Tel.: 0171 687 51 39, j.muenster@ekbo.de

Postkarten-Demonstration

Impuls zur Postkarten-Aktion

Gott, schaffe mir Recht, haben wir im Psalm gebetet.
Wenn ich nach Gottes Recht schaue, geraten die Ungerechtigkeiten der Welt in den Blick.
Wenn ich vor Gott nach Wahrheit frage, dann besteht sie nicht aus bloßen Worten.
Was wahr ist, erweist sich im Prozess, im Handeln.
Da, wo etwas dem Leben dient und der Mitmenschlichkeit, da wird es zur Wahrheit.

In dieser Woche haben wir beunruhigende Bilder aus Moria gesehen. In dem Flüchtlingslager leben Menschen auf viel zu engem Raum, können keinerlei Abstand halten und sind unhygienischen Verhältnissen und Krankheitserregern schutzlos ausgeliefert.

Lasst uns an sie denken und für sie beten – und auch für sie handeln.
Gott, schaffe den Entrechteten Recht und lass ihnen Gerechtigkeit widerfahren.
Und hilf uns, unser Möglichstes zu tun, um ihnen zu helfen.

Wir haben Postkarten vorbereitet an den Bundesinnenminister.
Dringend bitten wir ihn, sich für die Evakuierung von Geflüchteten aus Moria einzusetzen. Die Solidarität und die Hilfsangebote, die es gibt, sollen gehört und berücksichtigt werden: Es gibt Menschen und Organisationen, die ihre Hilfe zugesagt haben. Von ihrer Solidarität möge der Innenminister sich leiten lassen bei den zu treffenden Entscheidungen.
Wer in der Nähe wohnt, kann sich eine Postkarte bei uns abholen. Sie hängen draußen vor der Kirche, am Eingang.
Wer weiter weg wohnt, kann sich den Vordruck auf unserer Internetseite herunterladen.
Es wäre toll, wenn sich viele an unserer Postkarten-Aktion beteiligen.

Und nun beten wir und halten Fürbitte…


Postkarte zum Download

Anschreiben an den Innenminister zum Download

Sonntag, Gottesdienst am Frühstückstisch

Hier geht’s zum YoutubeKanal der EKPN:

https://www.youtube.com/channel/UCpQ4_HTJHfbEyatHMJcQCuA

Wir feiern weiterhin Gottesdienste in unseren Kirchen. Sie können dabei sein und mitfeiern – alleine oder mit der Familie, am Küchentisch oder auf der Couch. Wir beten gemeinsam, gleichzeitig an verschiedenen Orten.

Weitere Möglichkeiten, Gottesdienste zuhause zu feiern, finden Sie hier: www.ekbo.de

Nach dem Gerichtstermin ist vor dem Gerichtstermin

Es schien zum Greifen nah: Freispruch für uns #Istanbul10 inklusive Taner Kılıç! Freiheit für Osman Kavala! Aber es kam wieder einmal anders: Am 18. Februar wurde der Kultur- und Menschen-rechtsmäzen Osman Kavala nach knapp drei Jahren Haft endlich freigesprochen. Familie, Freund*innen und Unterstützer*innen warteten schon auf ihn vor den Toren des Gefängnisses. Doch dann eine neue Hiobsbotschaft: ein neues Verfahren wurde am selben Tag gegen ihn eröffnet, er blieb in Haft. Gegen die Richter*innen, die ihn freigesprochen hatten, wurden Untersuchungen eingeleitet. Dadurch wird klar: das neue Verfahren ist genauso politisch motiviert wie das alte, die Ermittlungen gegen die Richter*innen dienen der Einschüchterung. Dies hatte wohl auch Erfolg beim Verhandlungstermin gegen uns #Istanbul10 und Taner Kılıç: Nach über 6 Stunden Anhörung wurde die Sitzung am 19. Februar auf den 3. April vertagt. Dies wäre nicht notwendig gewesen: Hatte die Staatsanwaltschaft doch im November 2019 den Freispruch für fünf von uns (unter anderem für Ali Gharavi und mich) bean-tragt. Allerdings für die anderen sechs langjährige Haftstrafen. Aber es kam nicht zu Freisprüchen oder Urteilssprüchen. Ob die Richter*innen aufgrund der Vorkommnisse am Vortag besonders vorsichtig waren? Einer meiner Anwälte berichtete von seinem ersten Besuch bei ihm nach der erneuten Verhaftung, dass Kavala sehr gefasst gewesen sei. Für ihn, seine Familie und Unterstützer*innen geht die Extrembelastung nun weiter. Auch wenn keine*r von uns #Istanbul10 mehr in Haft ist, geht auch für uns das Warten und die Unsicherheit weiter. Die emotionale Belastung ist doch enorm. Wir unterstützen uns wei-ter gegenseitig und erfahren viel Solidarität. Die, die von #Istanbul10 bei der Verhandlung waren, hielten starke Verteidigungsreden: Günal Kurşun: »Wir sind Menschenrechtsverteidiger*innen. Wir machen das nicht für materielle Zuwendungen. Wir tun das, um die Rechte der Menschen zu verteidigen. Wir sind ehrbare Menschen. Mit dem Versuch, uns zu kriminalisieren, wird unsere Ruf geschädigt. Das ist wirklich schmerzhaft für uns. […] Eine Bestrafung soll nur dazu dienen, uns auf Linie zu bringen. Es tut mir leid, aber egal, ob ich freigesprochen oder verurteilt werde, ich werde meine Arbeit als Menschenrechtsverteidiger fortführen. Ich verlange Freisprüche für uns alle!« Ilknur Üstün: »Ohne die Arbeit von Menschenrechtsverteildiger*innen können keine Fortschritte erreicht werden. Menschenrechte zu verteidigen, kann nicht kriminalisiert werden, nicht hier noch irgendwo sonst in der Welt. Das Verlangen des Staats-anwalts nach einem Freispruch für mich ist richtig. Wir sind alle in derselben Position, wir müssen alle freigesprochen werden!« So gehen wir mit viel Kraft von innen und außen in die kommenden Verfahrenstermine. Solidarität trägt!

Peter Steudtner

Vorstellung Vikarin Amelie Renz

Als Vikarin (Pfarrerin in Ausbildung) habe ich bereits ein halbes Jahr an der Arnold-Zweig-Grundschule in Pankow Religion unterrichtet und den ersten Teil meiner praktischen Ausbildungsphase abgeschlos-sen. Nun verlagert sich der Schwerpunkt des Vika-riats von der Schule hin zur Gemeinde. Daher möch-te ich mich Ihnen hier kurz vorstellen. Von März 2020 bis zum Dezember 2021 werde ich an der Seite meiner Mentorin Almut Bellmann Aufgaben in der Gemeinde übernehmen. Einmal pro Monat werde ich jeweils für eine Woche im Predigerseminar in Wittenberg sein.Aufgewachsen bin ich zusammen mit drei Schwestern im württembergischen Ulm. Mit 14 Jahren schließlich entschied ich mich, auf das Internat »evangelisches Seminar Maulbronn und Blaubeuren« zu wechseln. Neben engen Freundschaften nahm ich aus dieser Lebensphase mein Interesse an den verschiedensten Facetten von Religion mit. Nach dem Abitur ent-schied ich mich, meinen Horizont durch einen Frei-willigendienst in Thailand zu erweitern. Die Zeit dort als Englischlehrerin erlebte ich als sehr bereichernd, da sie mir in vielen Punkten einen anderen Blick auf die Welt ermöglichte. Mit mehr Fra-gen als festen Überzeugungen begann ich schließlich in Marburg Theologie und später Philosophie zu studieren: Wer sind wir? Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet es, an einen Gott zu glauben? Große Fragen wie diese prägen meine Leidenschaft für die Theologie bis heute. Gerne gehe ich auf die Suche nach den verschiedenen Antworten, die biblische Texte darauf geben. Im Laufe meines Studi-ums merkte ich, dass mich etwas anderes ebenso interessiert wie die großen Fragen: die Praxis. Und so habe ich mich in den letzten Jahren meines Studiums in Berlin dazu entschieden, Pfarrerin in der Berliner Landeskirche zu wer-den. Der plurale und urbane Kontext der Kir-che in der Großstadt reizt mich dabei besonders. Daher freue ich mich, Euch und Sie besser kennenzulernen, miteinander auf die Suche zu gehen, ins Gespräch zu kommen, Lebenswege ein Stück zu begleiten und viel zu lernen.

Aus dem Gemeindekirchenrat

Der Bericht aus dem Gemeindekirchenrat in den Monaten Februar und März 2020 gibt vor allem die Beschlüsse und Planungen für »normale« Zeiten wieder. Auf Manches werden wir im Hinblick auf die aktuelle Situation, zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus an Veranstaltungen zunächst bis zum 19. April 2020 verzichten, womöglich auch variieren müssen. Wir halten Sie auf dem Laufenden: über unsere Internetseite www.ekpn.de oder Kontakt – möglichst per Telefon, E-Mail oder Post – zu den Mitarbeitenden der Gemeinde.

Gottesdienstkonzept

Insbesondere auf seinem Klausurwochenende Mitte Februar 2020 hat sich der Gemeindekirchenrat weiter intensiv mit dem Thema Gottesdienstkonzept beschäftigt, d.h. der Frage, wie wir in unserer Gemeinde zukünftig Gottes-dienste feiern wollen, zu welchen Zeiten, an welchen Orten, in welcher Form. Wir haben uns ausgetauscht über die Bedeu-tung des Gottesdienstes, anhand von Zitaten alter und junger Theologen der vergangenen Jahrhunderte bis in die Gegenwart und anhand eigener Fragestellungen und Thesen. Wir haben einen Blick auf unsere Ressourcen geworfen, Stellen in allen Arbeitsbereichen unserer Gemeinde, die wir in den letzten Jahren bereits reduziert haben und deren Anzahl wir mit Blick auf die bisherige und prognos-tizierte weitere Entwicklung des Gemeindehaus-haltes weiter werden verringern müssen. Selbst wenn der aktuelle Personalhaushalt etwas Spielraum gibt, gilt es bei Stellenbesetzungen im Blick zu haben, dass wir bei unbefristeten Anstellungen diese auch in den kommenden Jahren finanzieren können müssen – und dies vor dem Hintergrund erwarteter sinkender Gemeindegliederzahlen, rückläufiger Kirchensteuereinnahmen und steigender Löhne. Speziell für den Bereich der Kirchenmusik haben wir uns mit unserem Kantor Oliver Vogt über Ressourcen und Möglichkeiten ausgetauscht.Wir haben Thesen formuliert, was uns für ein neues Gottesdienstkonzept als möglich oder wichtig erscheint und über die wir mit der Gemeinde ins Gespräch kommen wollen. Die Thesen sind zunächst ein bunter Strauß uns wichtiger Aspekte, die noch keinen konkreten zukünftigen Gottesdienstplan beinhalten, für dessen Erarbeitung aber als Grund-lage dienen sollen. Die Thesen lauten:

1. Sonntags feiern wir Gottesdienst.
2. Wir können uns vorstellen, sonntags zwei agendarische Gottesdienste zu feiern.
3.Wir wollen Gottesdienstangebote für bestimmte Zielgruppen entwickeln, z. B. Jugendgottes-dienste.
4. Wir achten auf die reduzierten Ressourcen.
5. Wir feiern an allen Orten Gottesdienst.
6. Für das Gottesdienstkonzept sind von Relevanz:• die Gottesdienst-Teilnehmer*innen-Anzahl• die Zielgruppe• die Ressourcen• die Art des Angebots• die Resonanz
7. Wir nehmen ein starkes Bedürfnis an Gemeinschaft wahr und wollen mit Interessierten über die Entwicklung von weiteren Alternativangeboten zu Frühgottesdiensten nachdenken.Wir haben geplant, wie und wann wir mit der Gemeinde und ihren Menschen weiter im Gespräch bleiben oder in den Austausch kommen wollen. Vorgenommen hatten wir uns, zunächst noch einmal in kleineren Formaten mit einzelnen Gruppen und Kreisen, ver-schiedenen Altersgruppen und den Gottesdienst-besucher*innen an unseren Predigtstätten zu spre-chen und zu hören. Diese Treffen scheinen derzeit leider nicht möglich, wir sind jedoch weiterhin per E-Mail, Post an das Gemeindebüro oder telefonisch erreichbar.
Jedenfalls wollen wir eine Gemeinde­versammlung zum Gespräch über ein neues Gottesdienstkonzept am Montag, dem 27. April 2020, von 19:00 – 21:00 Uhr im Elias­Kuppelsaal (Göhrener Str. 11 / im Hinterhof) machen. Dazu laden wir herzlich ein. Unser Dank gilt allen, die uns bereits an dialog@ekpn.de oder gemeindeversammlung@ekpn.de geschrieben und ihre Gedanken und Perspektiven mitgeteilt haben. Gleiches gilt für all diejenigen, die uns angesprochen oder in Gesprächsrunden ihre Sicht erläutert haben.

Ulrike Lemmel, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates