Ergebnisse der GKR-Wahl

Die Wahl zum Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord am 03.11.2019 hat zu folgendem Ergebnis geführt:

Wahlberechtigte: 9721
Beteiligung 5,30 %
abgegebene Stimmen
gültige Stimmen: 513
ungültig: 2

Brodersen, Charliegewählt324
Grimm, Claudiagewählt279
Lemmel, Ulrikegewählt267
Wendland, Dietergewählt263
Schellig, Wolfganggewählt224
Behr, Corinnagewählt220
Zerbst, MartinErsatzältester208
zur Nedden, MartinErsatzältester207
Fritsch, BarbaraErsatzältester191
Barthel, AlexanderErsatzältester178

Felix Mendelssohn Bartholdy – Paulus – Oratorium op. 36, 9.11.2019 um 19.30 Uhr

Achtung: Das Konzert ist so gut wie ausverkauft. Wenige Restkarten sind ab 19.00 Uhr an der Abendkasse erhältlich.

Einlass ab 18.45 Uhr. Freie Platzwahl.

Yvonne Friedli (Sopran), Irene Schneider (Alt), Michael Zabanoff (Tenor), Bernhard Hansky (Bass), GETHSEMANEKANTOREI, Jugendkantorei der Evangelischen Singschule, Neues Kammerorchester Potsdam, Leitung: Oliver Vogt

»beWEGt!« Ökumenischer Wegegottesdienst entlang der Bernauer Straße, 10.11.2019, 12 Uhr

GEDENKEN – DANK – AUFBRUCH – 30 Jahre nach dem Sturz der Mauer

Gedenken, Dank und Aufbruch prägen dieses Jahr den 10. November.
Denn 30 Jahre ist es dann her, dass die Mauer fiel – dass sie geöffnet bzw. gestürzt wurde. Was dies für uns heute bedeutet, das legen wir hinein in unser Beten und Singen und teilen es uns gegenseitig mit. Unser Gottesdienst beginnt an der Bernauer Straße (Nordbahnhof), dann gehen wir gemeinsam am Mauerstreifen entlang zur Hussitenstraße und schließlich zur Kapelle der Versöhnung. Ein bewegender ökumenischer Wegegottesdienst zum Nachdenken, Weiterdenken und Begegnen. Bitte bringen Sie Kekse und eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee sowie Becher mit zum Teilen, bei der Begegnung im Anschluss an den Gottesdienst. Für Menschen, die mit dem Stehen Schwierigkeiten haben, wird es an allen Stationen Sitzgelegenheiten geben. Wer möchte, kann den Tag um 11 Uhr mit einer Andacht in der Gethsemanekirche beginnen, dann machen wir uns rechtzeitig gemeinsam auf den Weg zum ökumenischen Gottesdienst.

Beteiligte: Ev. Versöhnungsgemeinde, Ev. Kirchengemeinde Am Humboldthain, Ev. Kirchengemeinde Am Weinberg, Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord, Kath. Kirchengemeinde Heilige Familie, Kath. Kirchengemeinde Herz Jesu, Kommunität Chemin Neuf, Stadtkloster Segen, Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde »ZOAR« (Baptisten), Ev. Hoffnungskirchengemeinde

Beginn: Am Nordbahnhof / Bernauer Straße
Im Anschluss Picknick (bitte warme Getränke und Kekse zum Teilen mitbringen).

Flyer

Nacht der Lichter – 9. Oktober ab 18.00 Uhr, Gethsemanekirche

In Erinnerung an die Ereignisse am 9. Oktober 89 liest die Schauspielerin Anna Maria Mühe aus Berichten von Zeitzeug:innen. Um 18:35 Uhr läuten die Glocken. Im Gebet denken wir auch an die heute zu Unrecht Inhaftierten, Menschen, die jetzt in Gefängnissen sitzen, weil sie sich für die Einhaltung der Menschenrechte und demokratische Prozesse eingesetzt haben. Studierende der Ernst-Busch-Schauspielschule werden Texte lesen von jungen Menschen, die uns erzählen, wofür und warum sie sich heute in unserem Land engagieren und demonstrieren. Das Gebet leitet Bischof Markus Dröge. Anschließend werden rund um die Gethsemanekirche die Kerzen leuchten als ein Zeichen der Solidarität mit den zu Unrecht Inhaftierten, für Menschenrechte, Demokratie und die Bewahrung der Schöpfung

Programm

Seenotrettung: Evangelische Kirche will Schiff ins Mittelmeer schicken – Offener Brief des Landesbischofs Dr. Markus Dröge

Liebe Schwestern und Brüder,

der Beschluss des Rates der EKD, ein Rettungsschiff für das Mittelmeer zu erwerben und einer Seenotrettungsorganisation zur Verfügung zu stellen, hat viele Diskussionen ausgelöst. Die positiven Rückmeldungen überwiegen bei weitem, es gibt aber auch kritische Kommentare. Um Ihnen die notwendigen Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen, wende ich mich heute an Sie.
Der Beschluss des Rates geht zurück auf eine Resolution des Deutschen Evangelischen Kirchentages in diesem Jahr in Dortmund. Über diese Resolution hat der Rat der EKD sehr intensiv beraten. Mit der Bereitstellung eines Schiffes soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Jedes gerettete Menschenleben weist auf die Problematik hin, dass Menschen aus Afrika nach wie vor über das Mittelmeer unter Lebensgefahr zu uns nach Europa fliehen. Das Schiff erinnert an die humanitäre Katastrophe, die sich vor den Toren Europas abspielt. Unser Hilfsprojekt kann die Probleme nicht lösen, kann nur auf die Probleme aufmerksam machen und politische und humanitäre Lösungen einfordern.  Das Schiff ist ein Teil des Gesamtengagements der Evangelischen Kirche im Zusammenspiel mit der Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt, die in Krisengebieten tätig sind und in vielfacher Weise dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Das Rettungsschiff kann und soll die politisch Verantwortlichen mahnen, Fluchtursachen zu bekämpfen und eine konsistente europäische Flüchtlingspolitik zu entwickeln.
Für das geplante Schiff werden keine Kirchensteuermittel verwendet. Es wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Die große Resonanz, die bereits die Kirchentagsresolution hervorgerufen hat, lässt hoffen, dass ausreichend Spenden eingehen werden, um das Projekt zu ermöglichen. Es wird ein Verein gegründet werden, der ein breites zivilgesellschaftliches Engagement motiviert und koordiniert. Die Rückmeldungen angesprochener zivilgesellschaftlicher Akteure und Organisationen hat gezeigt, wie viel Unterstützung das Projekt schon jetzt bekommt.

Für alle Fragen, die sich aus dem Beschluss der EKD ergeben, hat die EKD auf ihrer Homepage eine Seite mit FAQs eingerichtet: https://www.ekd.de/faqs-zur-seenotrettung-495888.htm. Hier sind mögliche Fragen, die sich aus dem Beschluss der EKD ergeben, beantwortet.

Liebe Schwestern und Brüder, ich teile die Einschätzung der EKD, dass das Schiff nur eine exemplarische Funktion haben kann, um auf das ungelöste Problem der anhaltenden Flucht aus Afrika hinzuweisen. Aber dennoch gilt: Jedes gerettete Menschenleben ist unendlich wertvoll! Wir dürfen nicht zulassen, wenn der Tod von Menschen als unvermeidbar hingenommen oder gar als Teil einer notwendigen Abschreckungsstrategie bewertet wird.
Ich finde es richtig, dass die EKD sich  entschieden hat, keine Kirchensteuermittel für das Schiff einzusetzen und das Schiff einer professionellen Seenotrettungs-Organisation zur Verfügung zu stellen. So kann ein breites Bündnis von gesellschaftlichen Kräften zusammenwirken, um die europäischen Regierungen auf die Notwendigkeit weiteren politischen und humanitären Handelns hinzuweisen

In dem Interview mit dem rbb finden Sie meine Stellungnahme zum Thema: https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/kulturtermin/archiv/20190913_1904.html?fbclid=IwAR2hZTAA6-0SNUItpNyFjYZ5mG2LMHCSN-albeqDEjybnCDDUg1jNFTmzIA.

Ich danke Ihnen für Ihre Auseinandersetzung mit dem Thema und die möglicherweise notwendigen Diskussionen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bischof Dr. Markus Dröge

1989-2019 – 30 Jahre danach – Veranstaltungsprogramm

Programm zum Herunterladen

»Wachet und Betet« – das Wort aus dem Matthäus-Evangelium stand auf dem Transparent an der Gethsemanekirche im Herbst 1989 und wurde somit zu einem Motto der Fürbittgebete, der Mahnwache und der Fastenaktion vor nun mehr 30 Jahren.

Tausende Menschen kamen in diese Kirche und suchten Antworten auf Fragen, suchten Wege aus der Erstarrung, die das gesamte politische und gesellschaftliche Leben in dieser Zeit kennzeichnete, fanden Informationen und Alternativen zu Hass und Resignation. Zum Schutzraum vor physischer Gewalt wurde die Kirche am 7./8. Oktober 1989, als bewaffnete Polizeieinheiten und Kampftruppen den friedlichen Protesten auf den Straßen mit brutaler Gewalt begegneten. Brennende Kerzen und das gesungene »Dona Nobis Pacem – Gib uns Frieden« waren die Antworten auf Schlagstock und Hundestaffel.

Die friedliche Revolution des Herbstes 1989 ist heute noch ein Beispiel für die Macht gewaltlosen Widerstandes, für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement, aber auch für die entscheidende Rolle, die einige evangelische Kirchengemeinden in diesem Prozess spielten. Zusammen mit der Nikolaikirche Leipzig und der Zionskirche Berlin ist die Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg zum Symbol geworden.

Aus diesem Anlass lädt die Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord im Herbst 2019 zu verschiedenen Veranstaltungen ein.

Großer Dank gilt schon heute allen ehrenamtlich tätigen Gemeindegliedern der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord und Freunden, ohne die die Fülle an Vorbereitungen nicht möglich gewesen wäre.

Programm zum Herunterladen

ÖZGÜRÜZ! Wir sind frei!

Solidarität. Befreiung. Erinnerung. – 1989. Heute. Morgen.

Donnerstag, 26. September 2019, 19:00 Uhr, Gethsemanekirche

Ein motivierender und solidarischer Abend mit:
Can Dündar*Dagmar Hovestädt*Doğan Akhanlı*Katrin Hattenhauer
Moderation: Hannah-Maria Liedtke
Mit einer Solidaritätsaktion für die Kölner Sängerin Hozan Canȇ und ihre Tochter Gönül Dilan Örs.

mehr Informationen

Wachet und Betet! Gebet und Gespräch mit Zeitzeug*innen

Die Kölner Sängerin Hozan Canê, (Saide İnaç), vor 14 Monaten in der Türkei verhaftet und in einem Schnellverfahren verurteilt zu über 6 Jahren, wartet im Istanbuler Frauengefängnis auf die Wiederaufnahme ihres Prozesses. Für sie und andere engagiert sich „Wachet und Betet – Freiheit Jetzt!“ im täglichem Gebet und mit Solidaritätsaktionen.

Ursprünglicher Anlass zu den täglichen Gebeten um 18 Uhr war die Verhaftung von Peter Steudtner im Juli 2017. Gemeinsam mit neun Kolleg*innen (Istanbul 10) wurde er in der Türkei festgenommen.  

Während der Haft erfuhr Peter Steudtner von den Gebeten und begann zeitgleich im Gefängnis zu singen, was ihn und seine muslimischen Mitgefangenen stärkte.

1989 begann der Protest rund um die Gethsemanekirche mit einer Mahnwache für die zu Unrecht Inhaftierten.

Obwohl die Andachten täglich die Erinnerung an die Friedliche Revolution wecken, lädt die Gemeinde zum Jubiläum innerhalb der Andachten zu einer Reihe mit Zeitzeug*innen ein.

18 Uhr: Gebet für die zu Unrecht Inhaftierten
und Gespräche mit Zeitzeug*innen der Friedlichen Revolution 1989

Programmflyer zum Herunterladen

Programm (ausführlich)


18 Uhr: Gemeinsames Gebet, Gethsemanekirche
18:45–19:45: Gespräch zu 1989 und heute, Gethsemanekirche
ab 20 Uhr: Fortsetzung des Gespräches im Restaurant „März“, Nähe Kirchenportal
Moderation: Hannah-Maria Liedtke, Demokratiekunst

Di, 3.9.2019 Katrin Hattenhauer: „Für ein offnes Land mit freien Menschen.“

Mi, 11.9.2019 Markus Meckel: Gründungsfieber der Initiativen – die Machtfrage stellen oder nicht

So, 22.9.2019 Detlef Gesch: Ton Steine Scherben und der Mut, seinen Weg zu gehen

Di, 24.9.2019 Angela Kunze-Beiküfner: Wie ein Protest begann. Fasten als gewaltfreier Widerstand

Di, 1.10.2019 Bernd Albani: „Auf die Straße!“ – 9 Tage im Oktober. Der Protest gegen das SED-Regime gewinnt an Breite.

Fr, 11.10.2019 Evelyn Zupke: Mahnwache – ein Meilenstein der Revolution

Fr, 18.10.2019 Katharina Jany: Beten und Fasten. Das Brieftagebuch an meinen Mann, Marcellus, beim Grundwehrdienst als Bausoldat

Fr, 25.10.2019 Marianne Birthler: Das Kontakttelefon in der Gethsemanestraße 9

Fr, 1.11.2019 Dorle Simon-Zeiske und Christian Zeiske: Wenn die Menschenkette nur bei Grün die Straße überquert … Westberliner Sichtweisen

Di, 12.11.2019 Martin-Michael Passauer: … und die verdammte Ohnmacht – die Untersuchung der Übergriffe auf die Demonstranten vom 7.-9. Oktober

Eine Initiative von„Wachet und Betet – Freiheit Jetzt!“/ Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord.
Sie möchten auch erzählen? Sehr gern. Nehmen Sie bitte Kontakt auf unter: hannahmaria.liedtke@berlin.de
M +49-(0)172-3261790