Aktuelles

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Lesung mit Julya Rabinowich am 19. Januar

Am Sonntag, dem 19. Januar, liest die Autorin Julya Rabinowich um 17 Uhr in der Paul Gerhardt-Kirche, Wisbyer Straße 7, aus ihrem Jugendroman »Hinter Glas«. Eine Veranstaltung für Jugendliche ab 14 Jahren und ihre Eltern, in Kooperation zwischen dem Georg Büchner Buchladen und der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord.

Nach der Lesung diskutiert Julya Rabinowich mit den Jugendlichen darüber, wie man seine Wahrnehmung schärft, um erste Grenzüberschreitungen zu erkennen, wie man darauf achtet, krank machende Beziehungen rechtzeitig zu verlassen, was man braucht, um sich selbst wahrzunehmen und Nein zu sagen.

Der Eintritt ist frei

Anmeldung Sommerrüste 2020 gestartet

Wann?
26. Juni bis 3. Juli Juni 2020 (1. Ferienwoche Fr bis Fr)
Wohin?
Für die Kinder der 1.-4. Klasse geht es in die Jugendherberge Bremsdorfer Mühle mit einem Team um Theologe Kai Fliedner und Diakonin Antje Erdmann
Für Kinder vorwiegend ab der 5. Klasse (Ausnahmen nach Absprache möglich) bis max. 13 Jahre geht es ins Planwagencamp in Grünow mit einem Team um Pfarrer Tobias Kuske und N.N.
Kosten: Die Kosten der Fahrt betragen 220,- Euro
Geschwister je Kind 180,- Euro

weitere Informationen

Anmeldung

Schreiben des GKR an Außenminister Heiko Maas

Berlin, 18.11.2019

Sehr geehrter Herr Außenminister Heiko Maas,

wie Sie wissen, hat in unserer Gemeinde die Inhaftierung Peter Steudtners in der Türkei zu einer intensiven Beschäftigung mit der Situation der Inhaftierten in türkischen Gefängnissen geführt, und die Gemeinde der Gethsemanekirche ist auch 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution ein Ort der Solidarität und des kritischen Denkens.

Seit dem 24. Juli 2017 laden wir täglich um 18 Uhr zum Gebet und auch zu Solidaritätsveranstaltungen in die Gethsemanekirche, zunächst vor allem für die #Istanbul10 mit Peter Steudtner, inzwischen für weitere in der Türkei politisch Inhaftierte. Auch wenn Peter Steudtner wieder in Berlin bei seiner Familie ist, wartet er wie alle Istanbul 10 noch immer auf den Freispruch.

Seit nun bald anderthalb Jahren, seit Juni 2018 ist die Kölner Sängerin Hozan Canê in Istanbul in Haft. Wir sind mit dem Unterstützer*innenkreis und der Familie der Inhaftierten aktiv verbunden. Seitdem auch ihre Tochter Gönül Örs inhaftiert wurde, sind wir in großer Sorge um Mutter und Tochter. Aktuell erfahren wir vom immer schlechter werdenden Gesundheitszustand Hozan Canês. Sie wird wohl medizinisch im Gefängnis versorgt, aber die Familienangehörigen erhalten keine Informationen über die Medikamentierung von Hozan Canê.

Wissend, dass sich die konsularische Betreuung für in Haft geratene Deutsche im Ausland auch auf die Haftbedingungen und damit auch auf die Gesundheitsversorgung bezieht, bitten wir Sie, sich auf diesem Wege für eine transparente medizinische Versorgung von Hozan Canê einzusetzen.

Zudem bitten wir Sie dringend, sich dieser beider Menschen noch intensiver anzunehmen, indem Sie sich weiter für die umgehende Freilassung der Kölner Sängerin Hozan Canê und der Sozialwissenschaftlerin Gönül Örs einsetzen.

Wie unser Schreiben an Sie vom März 2019 würden wir diesen Brief und nach Möglichkeit und Absprache auch einen Auszug Ihrer Antwort gern wieder in unseren Medien veröffentlichen.

Mit herzlichen Grüßen

Der Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Pfarrerin Almut Bellmann

Kunstaktion in der Gethsemanekirche: Zwei der Dreikönige wurden in Flüchtlingslagern festgehalten – Friedensgebet heute 18.00 Uhr (6.1.) nimmt Aktion als Thema auf

Zwei der Dreikönige sind am 4. Januar 2020 in Berlin, Darmstadt, Frankfurt, Freiburg, Köln und Münster aus Krippen in Kirchen durch ein Künstlerinnenkollektiv entfernt worden. Die bundesweite Aktion „ausgeGRENZT – Dreikönige vor den Toren Europas“ macht auf die gravierende humanitäre Notlage in den Flüchtlingslagern an den europäischen Außengrenzen und innerhalb Europas sowie die menschenunwürdige Unterbringung in AnkERzentren in Deutschland aufmerksam. Die Aktion weist darauf hin, dass die Lager in Deutschland und an den europäischen Außengrenzen sofort geschlossen, die dort lebenden Menschen in Deutschland und anderen europäischen Staaten aufgenommen und dezentral untergebracht werden müssen. Nur so ist konsequenter Menschenrechtsschutz möglich. Ein König sitzt im Lager Moria auf Lesbos fest. Über 40.000 Geflüchtete sind in den europäischen Hotspot-Lagern auf den ägäischen Inseln zusammengepfercht. Ausgelegt sind diese Lager für insgesamt 6.200 Menschen. Die Situation ist eine humanitäre Katastrophe. Die Menschen hungern und sind kaum vor Kälte und Regen geschützt. Durch die miserable hygenische Situation breiten sich Krankheiten aus. Die europäischen Lager in Griechenland sind das Gesicht Europas, das die Geflüchteten auf ihrer Suche nach Sicherheit begrüßt. Ein weiterer König wird im Ankerzentrum Deggendorf (Bayern) festgehalten. Sein Ersuchen, den Messias mit Geschenken zu begrüßen, wird als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Zur effektiveren Durchsetzung seiner Abschiebung darf er den Landkreis nicht verlassen. Im AnkERzentrum gibt es keinerlei Privatsphäre und oft nur mangelhafte medizinische Versorgung. Ausbleibende Beschulung von Kindern und beschränkter Zugang zu Rechtsberatung sind an der Tagesordnung. Diese kreative Aktion will aufrütteln und das Thema Lagerunterbringung neu in die gesellschaftliche Diskussion einbringen. Sie richtet sich nicht gegen die Kirchengemeinde.Zivigesellschaftliche Akteurinnen wie Flüchtlings-Initiativen, Stadtteilgruppen, Kulturschaffende,
Kirchengemeinden u.a. sollen ausdrücklich ermutigt werden, das Thema für sich aufzugreifen und sich der Kritik an Lagerunterbringung anzuschließen und an einer solidarischen Migrationspolitik mitzuarbeiten.

Unter @zwei_fehlen können Sie auf Twitter weitere Infos zu der bundesweiten Aktion bekommen.
Kontaktieren Sie uns gerne unter: zweifehlen@posteo.de

Peter Steudtner schreibt dazu:
Erst der Schock, dann die Solidarität

Heute nach dem Sonntagsgottesdienst der Schock: Wir hatten schon nur
zwei Könige in der Krippe in unserer Gethsemanekirche … und diese
sind: WEG! Nachdem ich den Diebstahl bemerkt hatte, stellte sich zum
Glück schnell heraus, dass sie nur vorübergehend als Teil der
bundesweiten Aktion „ausgeGRENZT -Dreikönige vor den Toren Europas“
entführt wurden.
Als Mitglied der Berliner Gethsemanegemeinde, mit ihrer Tradition des
Solidaritäts-, Freiheits- und Menschenrechtsengagements, nicht zuletzt
auch für mich und die anderen Istanbul10 nach unserer Inhaftierung im
Juli 2017 in der Türkei, stelle ich mich hinter diese Aktion, die
deutlich macht, wie unmenschlich und ungerecht die europäische
Flüchtlings- und Grenzpolitik ist.

7.12. 2019, 17 Uhr – Adventskonzert der Gethsemanekantorei, der Kinder- und Jugendkantorei und des Jugendvokalensembles

Samstag, 7.12. 2019, 17 Uhr
GethsemanekircheDie Gethsemanekantorei und verschiedene Gruppen unserer Singschule gestalten miteinander ein adventliches Programm mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Matthias Michel und anderen Komponisten. Höhepunkte des abwechslungsreichen Programms sind die Werke, in denen die Kinderstimmen gemeinsam und abwechselnd mit den Jugendlichen- und mit den Erwachsenenstimmen erklingen.
Orgel und Klavier: Anna Schorr, Kim Nguyen
Leitung: Christiane Rosiny, Oliver Vogt
Eintritt frei – Kollekte erbeten
Einlass: 16:40 Uhr

Gottesdienst und Hoffest zum 1. Advent

Herzliche Einladung zum Gottesdienst am 1. Advent, Sonntag, 1. Dezember. Um 11 Uhr in der Paul Gerhardt-Kirche (Wisbyer Straße 7 / Hintereingang Kuglerstraße 15). Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Musik vom Posaunenchor, Kaffee, Plätzchen, Waffeln, Glühwein, ein kleines Bastelangebot, Geschichten für Kinder und manches mehr.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Ökumenischer Frauengottesdienst – zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

Montag, 25. November 2019 um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Augustinus

Schaut hin! Unterwegs zu einer Welt ohne Vergewaltigung und Gewalt
Ökumenischer Frauengottesdienst und Informationsgespräch zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“

Der Ökumenische Frauengottesdienst am Montag, 25. November 2019, der um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Augustinus (Berlin-Prenzlauer Berg) stattfindet, fordert auf, hinzuschauen auf die vielfältigen Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Nicht die Augen zu verschließen, ist ein wichtiger Schritt zu einer Welt ohne Vergewaltigung und Gewalt.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht Psalm 13, ein Klagepsalm, der im letzten Teil das Vertrauen auf Gott besingt. Während des Gottesdienstes können sich die Teilnehmer*innen den Psalm auf verschiedene Weisen zu eigen machen.
Im Anschluss an den Gottesdienst (nach einem Imbiss) findet um 19.30 Uhr ein Informationsgespräch mit Barbara Deml (Pfarrerin für Ökumene und Weltmission) statt. Sie informiert über die Initiative Thursdays in black (Donnerstags in schwarz) des Ökumenischen Rates der Kirchen. Bei dieser Kampagne soll an jedem Donnerstag schwarze Kleidung getragen werden als Zeichen des Widerstandes gegen Vergewaltigung und Gewalt. Schwarz wird oft mit negativen Assoziationen in Verbindung gebracht. In dieser Kampagne ist Schwarz die Farbe des Widerstandes und des Rückgriffes auf eigene Stärken.
Zu Gottesdienst und Informationsveranstaltung sind alle Interessierten eingeladen. Vorbereitet werden sie von der Ökumenischen Frauengottesdienstgruppe. In ihr engagieren sich Christinnen aus der Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), der katholischen Frauenpastoral im Erzbistum Berlin, des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e.V. und aus weiteren christlichen Frauenverbänden.
Die Vereinten Nationen bestimmten den 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Das Datum geht zurück auf die drei aus politischen Gründen ermordeten Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. TERRE DES FEMMES ruft seit 2001 an diesem Tag zur Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ auf. Viele weitere Veranstaltungen finden am 25. November statt, um darauf hinzuweisen, dass immer noch viele Frauen und Mädchen Opfer von Gewalt werden.
Auch die Organisationen der Veranstalterinnen beteiligen sich an der Fahnenaktion und setzen mit den Fahnen vor ihren Gebäuden sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.
In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hängen Fahnen am Amt für kirchliche Dienste in der Goethestr. 26-30, am Evangelischen Zentrum in der Georgenkirchstr. 69, beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) in der Paulsenstr. 55/56. Außerdem ist beim Erzbistum Berlin in der Niederwallstr. 8-9 und beim Ökumenischen Frauenzentrum Evas Arche e.V. in der Großen Hamburger Str. 28 eine Fahne bzw. ein Rollup zu sehen.

19.30 Uhr Informationsgespräch mit Barbara Deml (Pfarrerin für Ökumene und Weltmission) zur Initiative Thursdays in black

Ort: Katholische Kirche St. Augustinus, Dänenstr. 17, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg

Ergebnisse der GKR-Wahl

Die Wahl zum Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord am 03.11.2019 hat zu folgendem Ergebnis geführt:

Wahlberechtigte: 9721
Beteiligung 5,30 %
abgegebene Stimmen
gültige Stimmen: 513
ungültig: 2

Brodersen, Charliegewählt324
Grimm, Claudiagewählt279
Lemmel, Ulrikegewählt267
Wendland, Dietergewählt263
Schellig, Wolfganggewählt224
Behr, Corinnagewählt220
Zerbst, MartinErsatzältester208
zur Nedden, MartinErsatzältester207
Fritsch, BarbaraErsatzälteste191
Barthel, AlexanderErsatzältester178

12. November, 18 Uhr, Gebet und Zeitzeugengespräch mit Martin-Michael Passauer

Zum Abschluss der Reihe mit Abendgebeten und Gesprächen mit Zeitzeug*innen aus dem Herbst 89 ist am Dienstag, dem 12. November, Martin-Michael Passauer zu Gast. Er war Pfarrer in Ost-Berlin und im Jahr 1989 persönlicher Referent Bischof Forcks. Und er leitete die Kommission zur Untersuchung der Übergriffe auf die Demonstranten um die Gethsemanekirche. Herzliche Einladung!

18.00 Uhr: Gemeinsames Gebet
18.45 Uhr: Gespräch zu 1989 und heute
ab 20.00 Uhr: Fortsetzung des Gespräches im Restaurant „März“, Nähe Kirchenportal
Moderation: Hannah-Maria Liedtke, Demokratiekunst
Eine Initiative von„Wachet und Betet – Freiheit Jetzt!“/ Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

Erinnerungsweg am 9. November 2019, Beginn 14:00

Gehen wir eine kurze Runde durch unseren Kiez – gemeinsam als Nachbarschaft!
Einerseits zur Mahnung, dass so ein menschliches Versagen nie wieder vorkommt, andererseits im frohen Bewusstsein, dass es ein Geschenk der Nachbarschaft und des Vertrauens ist, wenn Juden und Christen, Kinder und Enkel der Opfer und Täter, an so einem Gedenktag zusammen kommen.
Bringen Sie Blumen, Kerzen und Straßenmalkreide mit. Start und Ende Gethsemanekirche, 14 bis 16 Uhr

Vor 81 Jahren … jeder fünfte Nachbar:in um die Schönhauser Allee herum war jüdischer Herkunft. Die Bedrängnis begann bereits vor 1933.
Als vom 9. auf den 10. November 1938 die Nazi-Horden durch die Straßen liefen, Schaufenster jüdischer Geschäfte einwarfen, Synagogen in Brand setzten, Menschen demütigten, verschleppten und ermordeten, versagte die christliche Nachbarschaft.

Flyer mit den Stationen