Aktuelles

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Schreiben des GKR an Außenminister Heiko Maas

Berlin, 18.11.2019

Sehr geehrter Herr Außenminister Heiko Maas,

wie Sie wissen, hat in unserer Gemeinde die Inhaftierung Peter Steudtners in der Türkei zu einer intensiven Beschäftigung mit der Situation der Inhaftierten in türkischen Gefängnissen geführt, und die Gemeinde der Gethsemanekirche ist auch 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution ein Ort der Solidarität und des kritischen Denkens.

Seit dem 24. Juli 2017 laden wir täglich um 18 Uhr zum Gebet und auch zu Solidaritätsveranstaltungen in die Gethsemanekirche, zunächst vor allem für die #Istanbul10 mit Peter Steudtner, inzwischen für weitere in der Türkei politisch Inhaftierte. Auch wenn Peter Steudtner wieder in Berlin bei seiner Familie ist, wartet er wie alle Istanbul 10 noch immer auf den Freispruch.

Seit nun bald anderthalb Jahren, seit Juni 2018 ist die Kölner Sängerin Hozan Canê in Istanbul in Haft. Wir sind mit dem Unterstützer*innenkreis und der Familie der Inhaftierten aktiv verbunden. Seitdem auch ihre Tochter Gönül Örs inhaftiert wurde, sind wir in großer Sorge um Mutter und Tochter. Aktuell erfahren wir vom immer schlechter werdenden Gesundheitszustand Hozan Canês. Sie wird wohl medizinisch im Gefängnis versorgt, aber die Familienangehörigen erhalten keine Informationen über die Medikamentierung von Hozan Canê.

Wissend, dass sich die konsularische Betreuung für in Haft geratene Deutsche im Ausland auch auf die Haftbedingungen und damit auch auf die Gesundheitsversorgung bezieht, bitten wir Sie, sich auf diesem Wege für eine transparente medizinische Versorgung von Hozan Canê einzusetzen.

Zudem bitten wir Sie dringend, sich dieser beider Menschen noch intensiver anzunehmen, indem Sie sich weiter für die umgehende Freilassung der Kölner Sängerin Hozan Canê und der Sozialwissenschaftlerin Gönül Örs einsetzen.

Wie unser Schreiben an Sie vom März 2019 würden wir diesen Brief und nach Möglichkeit und Absprache auch einen Auszug Ihrer Antwort gern wieder in unseren Medien veröffentlichen.

Mit herzlichen Grüßen

Der Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Pfarrerin Almut Bellmann

Ehrenamtliche gesucht für die Kindertrauergruppe

Vor knapp zwei Jahren wurde die Initiative Kindertrauer Berlin von Eric Wrede (Bestatter, lebensnah bestattungen), Katharina Kreuschner (Koordinatorin des Kinderhospizdienstes der Stephanus-Stiftung und Pfarrerin Jasmin El-Manhy gegründet. Zu dritt bündeln sie als Ansprechpartner:innen bei Kindertrauer Berlin verschiedene Erfahrungen, die eine bestmögliche und vor allem neue Art der Trauer für Kinder möglich macht.

Für die bestehende Kindertrauergruppe in unserer Gemeinde suchen wir Ehrenamtliche, die sich einmal im Monat für max. 4 Stunden Zeit nehmen, um Kinder in ihrer Trauer um ein Elternteil oder Geschwisterkind zu unterstützen.

Die Schulung wird am 17./18. Januar 2020 von 10 – 16 Uhr im Gemeindehaus Paul- Gerhardt stattfinden. Die Leitung übernimmt Beate Alefeld-Gerges, Pädagogische Leiterin von »Trauerland Bremen« und Tanja Mehl, Trauerbegleiterin und Gruppenleiterin. In der Schulung erhalten Sie Grundlagenwissen über die Trauer von Kindern, reflektieren Ihren eigenen Umgang mit Trauer, trainieren Achtsamkeit im Umgang mit den Kindern und lernen, sich selbst zurück-zunehmen.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter kindertrauer@ekpn.de ! Anmeldungen sind bis zum 10. 01. 20202 möglich.
Weitere Informationen unter www.kindertrauer-berlin.de oder bei Pfarrerin Jasmin El-Manhy Email: j.el-manhy@ekpn.de, Mobil: 0163-8 63 75 53

7.12. 2019, 17 Uhr – Adventskonzert der Gethsemanekantorei, der Kinder- und Jugendkantorei und des Jugendvokalensembles

Samstag, 7.12. 2019, 17 Uhr
GethsemanekircheDie Gethsemanekantorei und verschiedene Gruppen unserer Singschule gestalten miteinander ein adventliches Programm mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Matthias Michel und anderen Komponisten. Höhepunkte des abwechslungsreichen Programms sind die Werke, in denen die Kinderstimmen gemeinsam und abwechselnd mit den Jugendlichen- und mit den Erwachsenenstimmen erklingen.
Orgel und Klavier: Anna Schorr, Kim Nguyen
Leitung: Christiane Rosiny, Oliver Vogt
Eintritt frei – Kollekte erbeten
Einlass: 16:40 Uhr

Gottesdienst und Hoffest zum 1. Advent

Herzliche Einladung zum Gottesdienst am 1. Advent, Sonntag, 1. Dezember. Um 11 Uhr in der Paul Gerhardt-Kirche (Wisbyer Straße 7 / Hintereingang Kuglerstraße 15). Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Musik vom Posaunenchor, Kaffee, Plätzchen, Waffeln, Glühwein, ein kleines Bastelangebot, Geschichten für Kinder und manches mehr.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Ökumenischer Frauengottesdienst – zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

Montag, 25. November 2019 um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Augustinus

Schaut hin! Unterwegs zu einer Welt ohne Vergewaltigung und Gewalt
Ökumenischer Frauengottesdienst und Informationsgespräch zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“

Der Ökumenische Frauengottesdienst am Montag, 25. November 2019, der um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Augustinus (Berlin-Prenzlauer Berg) stattfindet, fordert auf, hinzuschauen auf die vielfältigen Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Nicht die Augen zu verschließen, ist ein wichtiger Schritt zu einer Welt ohne Vergewaltigung und Gewalt.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht Psalm 13, ein Klagepsalm, der im letzten Teil das Vertrauen auf Gott besingt. Während des Gottesdienstes können sich die Teilnehmer*innen den Psalm auf verschiedene Weisen zu eigen machen.
Im Anschluss an den Gottesdienst (nach einem Imbiss) findet um 19.30 Uhr ein Informationsgespräch mit Barbara Deml (Pfarrerin für Ökumene und Weltmission) statt. Sie informiert über die Initiative Thursdays in black (Donnerstags in schwarz) des Ökumenischen Rates der Kirchen. Bei dieser Kampagne soll an jedem Donnerstag schwarze Kleidung getragen werden als Zeichen des Widerstandes gegen Vergewaltigung und Gewalt. Schwarz wird oft mit negativen Assoziationen in Verbindung gebracht. In dieser Kampagne ist Schwarz die Farbe des Widerstandes und des Rückgriffes auf eigene Stärken.
Zu Gottesdienst und Informationsveranstaltung sind alle Interessierten eingeladen. Vorbereitet werden sie von der Ökumenischen Frauengottesdienstgruppe. In ihr engagieren sich Christinnen aus der Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), der katholischen Frauenpastoral im Erzbistum Berlin, des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e.V. und aus weiteren christlichen Frauenverbänden.
Die Vereinten Nationen bestimmten den 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Das Datum geht zurück auf die drei aus politischen Gründen ermordeten Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. TERRE DES FEMMES ruft seit 2001 an diesem Tag zur Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ auf. Viele weitere Veranstaltungen finden am 25. November statt, um darauf hinzuweisen, dass immer noch viele Frauen und Mädchen Opfer von Gewalt werden.
Auch die Organisationen der Veranstalterinnen beteiligen sich an der Fahnenaktion und setzen mit den Fahnen vor ihren Gebäuden sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.
In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hängen Fahnen am Amt für kirchliche Dienste in der Goethestr. 26-30, am Evangelischen Zentrum in der Georgenkirchstr. 69, beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) in der Paulsenstr. 55/56. Außerdem ist beim Erzbistum Berlin in der Niederwallstr. 8-9 und beim Ökumenischen Frauenzentrum Evas Arche e.V. in der Großen Hamburger Str. 28 eine Fahne bzw. ein Rollup zu sehen.

19.30 Uhr Informationsgespräch mit Barbara Deml (Pfarrerin für Ökumene und Weltmission) zur Initiative Thursdays in black

Ort: Katholische Kirche St. Augustinus, Dänenstr. 17, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg

Ergebnisse der GKR-Wahl

Die Wahl zum Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord am 03.11.2019 hat zu folgendem Ergebnis geführt:

Wahlberechtigte: 9721
Beteiligung 5,30 %
abgegebene Stimmen
gültige Stimmen: 513
ungültig: 2

Brodersen, Charliegewählt324
Grimm, Claudiagewählt279
Lemmel, Ulrikegewählt267
Wendland, Dietergewählt263
Schellig, Wolfganggewählt224
Behr, Corinnagewählt220
Zerbst, MartinErsatzältester208
zur Nedden, MartinErsatzältester207
Fritsch, BarbaraErsatzälteste191
Barthel, AlexanderErsatzältester178

12. November, 18 Uhr, Gebet und Zeitzeugengespräch mit Martin-Michael Passauer

Zum Abschluss der Reihe mit Abendgebeten und Gesprächen mit Zeitzeug*innen aus dem Herbst 89 ist am Dienstag, dem 12. November, Martin-Michael Passauer zu Gast. Er war Pfarrer in Ost-Berlin und im Jahr 1989 persönlicher Referent Bischof Forcks. Und er leitete die Kommission zur Untersuchung der Übergriffe auf die Demonstranten um die Gethsemanekirche. Herzliche Einladung!

18.00 Uhr: Gemeinsames Gebet
18.45 Uhr: Gespräch zu 1989 und heute
ab 20.00 Uhr: Fortsetzung des Gespräches im Restaurant „März“, Nähe Kirchenportal
Moderation: Hannah-Maria Liedtke, Demokratiekunst
Eine Initiative von„Wachet und Betet – Freiheit Jetzt!“/ Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

Erinnerungsweg am 9. November 2019, Beginn 14:00

Gehen wir eine kurze Runde durch unseren Kiez – gemeinsam als Nachbarschaft!
Einerseits zur Mahnung, dass so ein menschliches Versagen nie wieder vorkommt, andererseits im frohen Bewusstsein, dass es ein Geschenk der Nachbarschaft und des Vertrauens ist, wenn Juden und Christen, Kinder und Enkel der Opfer und Täter, an so einem Gedenktag zusammen kommen.
Bringen Sie Blumen, Kerzen und Straßenmalkreide mit. Start und Ende Gethsemanekirche, 14 bis 16 Uhr

Vor 81 Jahren … jeder fünfte Nachbar:in um die Schönhauser Allee herum war jüdischer Herkunft. Die Bedrängnis begann bereits vor 1933.
Als vom 9. auf den 10. November 1938 die Nazi-Horden durch die Straßen liefen, Schaufenster jüdischer Geschäfte einwarfen, Synagogen in Brand setzten, Menschen demütigten, verschleppten und ermordeten, versagte die christliche Nachbarschaft.

Flyer mit den Stationen

Wahl zum Gemeindekirchenrat, 3. November

Der Gemeindekirchenrat (GKR) leitet die Kirchengemeinde. So bestimmt es die Grundordnung der Evangelischen Kirche Berlin ­Brandenburg schlesische Ober­lausitz (EKBO) in Artikel 14. Die Mitglieder des Gemeindekirchenrats gestalten das Gemeindeprofil und tragen Verantwortung für Gemeinde­arbeit und Gemeindevermögen. Der GKR trifft alle wichtigen Ent­scheidungen über Schwerpunkte des Gemeindelebens und Gottesdienst, Haushalt, Bauaufgaben und Per­sonal. Bei der Wahl zum Gemein­dekirchenrat am 3. November werden sechs Kirchenälteste neu gewählt. In der Zeit vom 7. Oktober bis 18. Oktober liegt das Wahlberech­tigtenverzeichnis für die Wahl zum Gemeindekirchenrat zur Auskunftserteilung im Zentralbüro Gethsemanestr. 9 während der Öffnungszeiten aus. Gemeindeglieder haben die Möglichkeit sich zu vergewissern, ob sie wahlberechtigt sind oder nicht und welche Daten von ihnen im Wahlberechtigtenverzeichnis eingetragen sind.Es wird in drei Wahllokalen gewählt, Gemeindeglieder aus Segen gehen in Elias wählen. Alle Wahlberechtigten erhalten per Post eine Wahlbenachrichti­gung. Dort ist das entsprechende Wahllokal benannt.

Die Vorstellung der Kandidaten finden Sie im aktuellen Gemeindebrief.

ARD-Fernsehgottesdienst zum Reformationstag, 31.10.2019 10 Uhr

Glaube – Liebe – Revolution

Bitte seien Sie spätestens um 9.30 Uhr in der Kirche, da wir um 10 Uhr bereits auf Sendung gehen.

Mit dem Thesenanschlag im Oktober 1517 traf Martin Luther eine weitreichende Entscheidung. Er traf sie in Berufung auf sein moralisches Gewissen und gegen staatliche und kirchliche Autoritäten – so begann die Reformation.

Auch die friedliche Revolution von ’89 richtete sich gegen die uneingeschränkte Macht der Autoritäten. Davon erzählen wird der Liedermacher Stephan Krawczyk. Er erhielt 1985 aufgrund seiner kritischen Lieder in der DDR Berufsverbot. Im Januar 1988 wurde er und noch 120 andere Bürgerrechtler während einer Demonstration verhaftet.

Jeden Freitag demonstrieren seit über einem Jahr Schüler:innen weltweit für den Umweltschutz und die Rettung unserer Erde. Auch sie kommen in diesem Gottesdienst zu Wort.