Aktuelles

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Vorstellung Vikarin Amelie Renz

Als Vikarin (Pfarrerin in Ausbildung) habe ich bereits ein halbes Jahr an der Arnold-Zweig-Grundschule in Pankow Religion unterrichtet und den ersten Teil meiner praktischen Ausbildungsphase abgeschlos-sen. Nun verlagert sich der Schwerpunkt des Vika-riats von der Schule hin zur Gemeinde. Daher möch-te ich mich Ihnen hier kurz vorstellen. Von März 2020 bis zum Dezember 2021 werde ich an der Seite meiner Mentorin Almut Bellmann Aufgaben in der Gemeinde übernehmen. Einmal pro Monat werde ich jeweils für eine Woche im Predigerseminar in Wittenberg sein.Aufgewachsen bin ich zusammen mit drei Schwestern im württembergischen Ulm. Mit 14 Jahren schließlich entschied ich mich, auf das Internat »evangelisches Seminar Maulbronn und Blaubeuren« zu wechseln. Neben engen Freundschaften nahm ich aus dieser Lebensphase mein Interesse an den verschiedensten Facetten von Religion mit. Nach dem Abitur ent-schied ich mich, meinen Horizont durch einen Frei-willigendienst in Thailand zu erweitern. Die Zeit dort als Englischlehrerin erlebte ich als sehr bereichernd, da sie mir in vielen Punkten einen anderen Blick auf die Welt ermöglichte. Mit mehr Fra-gen als festen Überzeugungen begann ich schließlich in Marburg Theologie und später Philosophie zu studieren: Wer sind wir? Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet es, an einen Gott zu glauben? Große Fragen wie diese prägen meine Leidenschaft für die Theologie bis heute. Gerne gehe ich auf die Suche nach den verschiedenen Antworten, die biblische Texte darauf geben. Im Laufe meines Studi-ums merkte ich, dass mich etwas anderes ebenso interessiert wie die großen Fragen: die Praxis. Und so habe ich mich in den letzten Jahren meines Studiums in Berlin dazu entschieden, Pfarrerin in der Berliner Landeskirche zu wer-den. Der plurale und urbane Kontext der Kir-che in der Großstadt reizt mich dabei besonders. Daher freue ich mich, Euch und Sie besser kennenzulernen, miteinander auf die Suche zu gehen, ins Gespräch zu kommen, Lebenswege ein Stück zu begleiten und viel zu lernen.

Aus dem Gemeindekirchenrat

Der Bericht aus dem Gemeindekirchenrat in den Monaten Februar und März 2020 gibt vor allem die Beschlüsse und Planungen für »normale« Zeiten wieder. Auf Manches werden wir im Hinblick auf die aktuelle Situation, zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus an Veranstaltungen zunächst bis zum 19. April 2020 verzichten, womöglich auch variieren müssen. Wir halten Sie auf dem Laufenden: über unsere Internetseite www.ekpn.de oder Kontakt – möglichst per Telefon, E-Mail oder Post – zu den Mitarbeitenden der Gemeinde.

Gottesdienstkonzept

Insbesondere auf seinem Klausurwochenende Mitte Februar 2020 hat sich der Gemeindekirchenrat weiter intensiv mit dem Thema Gottesdienstkonzept beschäftigt, d.h. der Frage, wie wir in unserer Gemeinde zukünftig Gottes-dienste feiern wollen, zu welchen Zeiten, an welchen Orten, in welcher Form. Wir haben uns ausgetauscht über die Bedeu-tung des Gottesdienstes, anhand von Zitaten alter und junger Theologen der vergangenen Jahrhunderte bis in die Gegenwart und anhand eigener Fragestellungen und Thesen. Wir haben einen Blick auf unsere Ressourcen geworfen, Stellen in allen Arbeitsbereichen unserer Gemeinde, die wir in den letzten Jahren bereits reduziert haben und deren Anzahl wir mit Blick auf die bisherige und prognos-tizierte weitere Entwicklung des Gemeindehaus-haltes weiter werden verringern müssen. Selbst wenn der aktuelle Personalhaushalt etwas Spielraum gibt, gilt es bei Stellenbesetzungen im Blick zu haben, dass wir bei unbefristeten Anstellungen diese auch in den kommenden Jahren finanzieren können müssen – und dies vor dem Hintergrund erwarteter sinkender Gemeindegliederzahlen, rückläufiger Kirchensteuereinnahmen und steigender Löhne. Speziell für den Bereich der Kirchenmusik haben wir uns mit unserem Kantor Oliver Vogt über Ressourcen und Möglichkeiten ausgetauscht.Wir haben Thesen formuliert, was uns für ein neues Gottesdienstkonzept als möglich oder wichtig erscheint und über die wir mit der Gemeinde ins Gespräch kommen wollen. Die Thesen sind zunächst ein bunter Strauß uns wichtiger Aspekte, die noch keinen konkreten zukünftigen Gottesdienstplan beinhalten, für dessen Erarbeitung aber als Grund-lage dienen sollen. Die Thesen lauten:

1. Sonntags feiern wir Gottesdienst.
2. Wir können uns vorstellen, sonntags zwei agendarische Gottesdienste zu feiern.
3.Wir wollen Gottesdienstangebote für bestimmte Zielgruppen entwickeln, z. B. Jugendgottes-dienste.
4. Wir achten auf die reduzierten Ressourcen.
5. Wir feiern an allen Orten Gottesdienst.
6. Für das Gottesdienstkonzept sind von Relevanz:• die Gottesdienst-Teilnehmer*innen-Anzahl• die Zielgruppe• die Ressourcen• die Art des Angebots• die Resonanz
7. Wir nehmen ein starkes Bedürfnis an Gemeinschaft wahr und wollen mit Interessierten über die Entwicklung von weiteren Alternativangeboten zu Frühgottesdiensten nachdenken.Wir haben geplant, wie und wann wir mit der Gemeinde und ihren Menschen weiter im Gespräch bleiben oder in den Austausch kommen wollen. Vorgenommen hatten wir uns, zunächst noch einmal in kleineren Formaten mit einzelnen Gruppen und Kreisen, ver-schiedenen Altersgruppen und den Gottesdienst-besucher*innen an unseren Predigtstätten zu spre-chen und zu hören. Diese Treffen scheinen derzeit leider nicht möglich, wir sind jedoch weiterhin per E-Mail, Post an das Gemeindebüro oder telefonisch erreichbar.
Jedenfalls wollen wir eine Gemeinde­versammlung zum Gespräch über ein neues Gottesdienstkonzept am Montag, dem 27. April 2020, von 19:00 – 21:00 Uhr im Elias­Kuppelsaal (Göhrener Str. 11 / im Hinterhof) machen. Dazu laden wir herzlich ein. Unser Dank gilt allen, die uns bereits an dialog@ekpn.de oder gemeindeversammlung@ekpn.de geschrieben und ihre Gedanken und Perspektiven mitgeteilt haben. Gleiches gilt für all diejenigen, die uns angesprochen oder in Gesprächsrunden ihre Sicht erläutert haben.

Ulrike Lemmel, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates

Geistliche Impulse aus dem Stadtkloster Segen

Die Stadtkloster-Gemeinschaft hat die aktuelle außergewöhnliche Situation zum Anlass genommen, einige der geistlichen Impulse, die im Stadtkloster bei AbendbeSINNungen, Meditationen und anderen geistlichen Veranstaltungen vorkommen, aufzuschreiben und peu à peu zu veröffentlichen: https://stadtklostersegen.de/angebote/test

Wer informiert werden möchte, wenn neue Impulsen veröffentlicht werden (max. zweimal pro Woche), kann sich bei carsten.albrecht@stadtklostersegen.de für den Newsletter anmelden.

Gemeindebrief April/Mai jetzt zum Download

Der neue Gemeindebrief ist schon da, online hier zum Download als PDF. Schickt ihn auch gerne weiter an alle, die sich für das EKPN-Gemeindeleben interessieren.

Sobald der Gemeindebrief April/Mai gedruckt vorliegt (zirka ab 1.4.) könnt Ihr ihn aus den Kästen an den Kirchen und Gemeindehäusern nach Hause mitnehmen.

Bitte schreibt uns an gemeindebuero@ekpn.de, wenn ihr jemanden kennt, der oder die ein gedrucktes Exemplar braucht, weil er/sie zum Beispiel keinen Internetzugang hat und Ihr diese Person nicht besuchen könnt. Wir schicken dann gerne ab dem 1.4. ein Exemplar per Post raus.

Hilfe beim Einkaufen – Angebot des DRK

Sie gehören zu einer Corona-Risikogruppe? Sie sind gehbehindert oder unter Quarantäne gestellt? Sie haben sich freiwillig in Quarantäne begeben, weil Sie eventuell infiziert sein könnten? Sie kennen oder haben niemanden, der Ihnen Ihre Einkäufe für die nächste Woche besorgt?

Wir helfen Ihnen gerne und versorgen Sie mit Grundnahrungsmitteln! Diese bringen wir Ihnen direkt vor die Tür.

Geben Sie telefonisch bei uns Ihre Bestellung der benötigten Grundnahrungsmittel auf. Wir beliefern Sie in der Regel maximal einmal pro Woche. Bitte bündeln Sie Ihre Bestellung. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag von 09:00 bis 13:30 Uhr unter der Telefonnummer 030 600300-5555!

Die Rechnung senden wir Ihnen einmal im Monat per Post zu. Die Auslieferung am Folgetag erfolgt zwischen 16:00 und 20:00 Uhr an ihrer Haustür.

Wir freuen uns darauf, Ihnen helfen zu können!

Wichtige Hinweise:
Es erfolgt nur eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln (kein Tabak, Alkohol, Mineralwasser etc.). Genussmittel wie z.B. Schokolade können wir nur in geringer Auswahl besorgen.
Wir kaufen über einen Großhändler ein und geben die Produkte weiter.

Eine Barzahlung oder eine Kartenzahlung des Einkaufes vor Ort ist leider nicht möglich!
Die Lieferungen werden nur bis an die Haustür geliefert – unseren Helfern ist es nicht erlaubt die Wohnung zu betreten.
Mit der Begleichung der Rechnung können Sie uns natürlich sehr gerne eine Spende zukommen lassen! Wir bitten diese Hinweise zu beachten und im Zweifelsfall unter der oben genannten Telefonnummer Genaueres zu erfragen.

DRK-Schreiben als PDF

Krabbelgottesdienst digital

https://youtu.be/cLAlZwY2D6g

Liedblatt zum Herunterladen

Liebe Familien,
in dieser herausfordernden Zeit sehnen sich viele besonders nach Gemeinschaft, nach einem stärkenden Miteinander. Ausgerechnet jetzt können wir um des Infektionsschutzes willen keine Gottesdienste feiern wie gewohnt und uns auch sonst nicht oder wenig treffen.

Wir haben uns überlegt, wie wir trotzdem verbunden bleiben: Wir haben fest vor, jeden Sonntag um 11 Uhr einen Gottesdienst zu streamen. Den findet ihr auf unserer Homepage ekpn.de.

Und ihr werdet dort diesen Sonntag Vormittag auch ein gottesdienstliches Angebot für Familien finden zum Anschauen und zu Hause Mitfeiern: einen „digitalen Krabbelgottesdienst“.

Sucht dazu gemeinsam einen schönen Ort aus und macht es Euch gemütlich. Um die besondere Zeit vom „normalen“ gemeinsamen Spielen und Erzählen zu unterscheiden, könnt ihr den Ort gestalten: Kissen auslegen zum Sitzen und einen „Altar“ auf einem Tisch, einer Kiste oder einem Tuch auf dem Fußboden vorbereiten. Mit Blumen, um den Tisch zu schmücken. Mit einer brennenden Kerze, die daran erinnert, dass Gott unser Licht ist und bei dieser Feier dabei ist. Mit einer Bibel für all die Geschichten, die wir von Gott und den Menschen erzählen und hören können. Und mit einem Kreuz dafür, dass Gott zu uns in die Welt gekommen ist und den Tod besiegt hat.
(Es können echte Blumen oder welche aus Lego sein. Das Kreuz kann aus Löffeln oder Bauklötzen gelegt werden, wenn gerade kein Kreuz zur Hand ist. Alles ist erlaubt. Die Kinder werden schon etwas Passendes finden. Bei der Kerze natürlich die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachten!)

Meine Idee ist, dass die Videos wachsen: wenn ihr mitmacht. Schickt mir Videos von euch, wie ihr die Elemente unseres Gottesdienstes gemeinsam mitsprecht oder mitsingt, mit den Bewegungen. Schickt mir ein kleines Video oder Bild von eurem „Altar“ oder von der Kerze, die ihr zu Hause angezündet habt. Oder ein Bild oder vielleicht etwas Geknetetes oder aus Bausteinen Gebautes zum Thema Schöpfung.
Was ihr mir schickt, kann ich einfügen und dann wieder online stellen. (Indem ihr es mir schickt, stimmt ihr der öffentlichen Nutzung eurer eingeschickten Videos oder Bilder zu.)

Lasst uns das zusammen ausprobieren und die Zeit, die uns geschenkt ist, weiterhin so sinnvoll und kreativ wie möglich miteinander nutzen.
Wenn ihr andere Ideen oder Anregungen habt oder wenn ihr einfach mal reden wollt, dann meldet euch auch: a.bellmann(at)ekpn.de bzw. 0157 326 66 549. Ich lese meine E-Mails regelmäßig und bleibe auch telefonisch erreichbar.
Ich wünsche euch viel Kraft und viel Geduld in dieser Zeit! Bleibt gesegnet und behütet,
Eure Almut

Liedblatt zum Herunterladen

“Lobet den Herrn“ – Ein Geburtstagslied und Gruß für Agnes Wendland am 18. März

Agnes Wendland wohnte in der ehemaligen Pfarrwohnung, Gemeindehaus Gethsemanestr. 9, 1. Etage

Mutiger Einsatz für jüdische Menschen
Von 1916 bis 1946 lebte Agnes Wendland in unserem Pfarrhaus in der Gethsemanestraße 9, an der Gethsemanekirche (Berlin – Prenzlauer Berg), wo ihr Mann als Pfarrer tätig war.
Unter Einsatz ihres Lebens nahm sie die Geschwister Ralph und Rita Neumann, als Juden verfolgte Menschen, in ihrer Familie auf. Um ihren Mann nicht zu gefähr­den, verheimlichte sie ihm die jüdische Identität ihrer „Gäste“. Die Zubereitung von Essen und die Verpflegung von Gästen in dem stets offenen Pfarrhaus machten einen großen Teil ihres Lebens aus.
Als sie versuchte, ei­nen ihrer jüdischen Schützlinge, Ralph Neumann, aus der Ge­stapohaft frei zu kämpfen, wurde sie selbst verhaftet und ei­nige Wochen im Arbeitslager der Gestapo in der Großen Hamburger Straße festgehalten.
Als sie dort erkrankte, trat ihre Tochter Ruth an ihrer Stelle die Haft an. Diese wurde nach einigen Tagen entlassen.

Zur Einweihung der Gedenktafel am Gemeindehaus, Gethsemanestraße 9, im Sommer 2010 kamen Ralph Neumann, seine Frau, Angelika Rutenborn, die Tochter Agnes Wendlands und Rudolf Weckerling, Pfarrer der Bekennenden Kirche, ins Gemeindehaus Gethsemanestraße 9 zu Besuch.

weitere Informationen: http://oeak.de/okumenische-projekte/zeugen-gottes-in-berlin/agnes-wendland/

Wikipedia:
Agnes Wendland, geb. Cralow (* 18. März 1891 in Wittenberge; † 31. August1946 in Senzke) war (…) Pfarrfrau der evangelischen Gethsemanegemeinde in Berlin. Unter Einsatz ihres Lebens versteckte und schützte sie während des Zweiten Weltkrieges als Juden verfolgte Menschen im Pfarrhaus der Gemeinde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Wendland

 Foto: Gedenktafel mit Blumen.