„Wachet und Betet – Freiheit Jetzt!“

Wir halten Fürbitte für zu Unrecht Inhaftierte in der Türkei und weltweit, für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung
Ihr seid herzlich eingeladen!
Die Andachten werden unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln stattfinden.

Weiterhin bieten wir eine Wochenandacht für zu Hause an, diese findet Ihr hier oder als Ausdruck zum Mitnehmen im Kasten neben den Eingang zur Gethsemanekirche. Sie können um 18 Uhr zu Hause eine Kerze anzünden und im Gebet verbunden sein.

Aktuelle
Wochen
andacht

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Beitrag über die Belarus-Andachten im Rahmen von „Wachet und Betet – Freiheit jetzt“ auf Deutschlandfunk zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember: https://www.deutschlandfunk.de/politische-abendgebete-fuer-belarus-in-berlin-wachet-und.886.de.html?dram:article_id=488952

Gottesdienstspaziergang zum Schulbeginn – 15. August, 10 – 12 Uhr

Schulanfang oder Schulwechsel, ein neues Schuljahr oder Kitajahr, Umzug, ein neues Geschwisterkind, ein neuer Job, neues Team, … Bei manchen Schritten und Neuanfängen im Leben geht einem so vieles durch Kopf und Herz. Da ist es gar nicht leicht, selbst noch zu wissen, wer man ist – oder wer mich kennt und erkennt, wie ich bin … 

Am kommenden Sonntag (15.8.) geben wir solchen Fragen Raum und Zeit und treffen uns zum Gottesdienst-Spaziergang in Kirche und Garten rund um die Gethsemanekirche – ein Gottesdienst mit viel Musik und Aktion zum Lauschen und Mitmachen, mit der Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen oder sich Zeit zu nehmen für eigene Gedanken und mit einem kleinen Überraschungsgeschenk am Schluss… 

Ihr seid, Sie sind herzlich eingeladen! 

Der Gottesdienst dauert etwa 35 min und ist gut für Familien, auch mit kleinen Kindern, geeignet. Um 10 Uhr ist der erste Einlass für die ersten 15-20 Personen am Haupteingang der Kirche. Ab dann folgen die nächsten Einlässe etwa alle 7 min. Letzter Einlass ist ca. 11.30 Uhr. Im Gottesdienst wirken u.a. mit: Antje Erdmann, Christiane Rosiny, Oliver Vogt, die Kita-Teams Elias und Gethsemane und Almut Bellmann. Wir freuen uns sehr euch zu sehen und mit euch einen fröhlichen Gottesdienst zu feiern

Einladung zum Gottesdienst

Der heutige Gottesdienst wird nicht live bei Youtube übertragen, da es sich um einen Stationen-Gottesdienst handelt.

Ökumenischer Stationenweg am 15. Mai, 15 – 18 Uhr

Am Wochenende von Christi Himmelfahrt laden wir Sie ganz herzlich zum Stationenweg in den Nachbargemeinden ein. Während des ökumenischen Kirchentags wollen wir uns so am Samstag, 15. Mai 2021 begegnen.
Sie finden uns:
Stadtkloster Segen und Berlin Projekt, Schönhauser Allee 161
Herz Jesu, Fehrbelliner Strasse 99
Zionskirche, Zionskirchplatz
St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstraße 3
Christus-Kirche, Anklamer Straße 31
Versöhnungskapelle, Bernauer Straße 4

Die Stationen vor den Kirchen können von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr besucht werden.
Wir freuen uns auf Sie!
Zum Motto des Kirchentags kann man dort schauen, gestalten, entdecken, mitnehmen und netten Leuten begegnen…“
Um 18.00 Uhr wird der Stationenweg an jedem Ort mit einem kurzen Gebet
abgeschlossen.

Bischof Hanna Haikal bittet um Unterstützung für christliche Studenten in Syrien

Die Spendenbereitschaft in Deutschland ist sehr groß. Viele sind gern bereit, Menschen zu helfen, die nicht das große Los gezogen haben, in einem wohlhabenden Land, wie Deutschland, zu leben. Jetzt besteht die Möglichkeit, einen jungen Menschen in Syrien ganz persönlich zu unterstützen. Bischof Hanna Haikal (Antiochenisch-orthodoxe Metropolie, Sitz in Berlin, Auguststraße) hatte die Idee, hier in Berlin gezielt nach Paten für christliche Studenten in Syrien und im Libanon zu suchen. Das Prinzip ist einfach. Man meldet sich bei Bischof Hanna und er vermittelt den direkten Kontakt zu einem jungen Menschen in diesen Ländern.
Nach einem Telefonat mit Bischof Haikal meldete sich bei mir Maram, eine 18 jährige syrische Studentin. Sie wurde von ihrer Kirchgemeinde für die Unterstützung vorgeschlagen. Sie ist Vollwaise und lebt mit drei Geschwistern in Homs. Inzwischen sind viele Whatsapp-Nachrichten zwischen uns hin- und her gegangen. Maram schickte mir die Urkunde, in der bestätigt wird, dass sie nun jeden Monat 50 Euro bekommt, um ihr Studium fortzusetzen. Sie ist sehr dankbar und wünscht sich, uns eines Tages etwas zurückgeben zu können.
Die wirtschaftliche Lage in Syrien ist katastrophal. Die Armut wächst von Tag zu Tag. Für junge Menschen gibt es kaum eine Perspektive. Damit Christen im Land bleiben und ihre Zukunft nicht im Ausland suchen, brauchen sie Unterstützung. Es besteht die Gefahr, dass es in Syrien bald keine Christen mehr gibt. Damit würde die große kulturelle Vielfalt dieser Region und das reiche christliche Erbe dort verloren gehen.
Die finanzielle Unterstützung (50 Euro monatlich für einen syrischen Studierenden, 100 Euro für einen Studierenden im Libanon) geht an die syrisch-orthodoxe Gemeinde in Berlin, die dafür eine Spendenbescheinigung ausstellt. Man erreicht Bischof Haikal telefonisch oder per Whatsapp unter: 0163 300 42 40. Schon mehr als 100 Studierende werden inzwischen auf diese Weise von Berlin aus unterstützt. Vielleicht werden es bald 1000 sein.
Katharina Jany

Personal Jesus Malerei

Eine Ausstellung der Staatsgalerie Prenzlauer Berg in der Gethsemanekirche mit Jürgen Eisenacher, Ronald Lippok, Frank Siewert, Igor Tatschke & Jutta Scheiner
Im Oktober 2019 stellte die Staatsgalerie Prenzlauer Berg, anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls, Fotografie unter dem Titel »Fremdgehen durchs Land« in der Winterkirche der Gethsemane aus. Die Ausstellung orientierte sich an der politischen und geschichtlichen Bedeutung der Gethsemanekirche. Unter dem Titel »Personal Jesus« widmet sich die kommende Ausstellung dem Ort eines politischen Aufbegehrens als einem Ort des Glaubens, des Gebets und der Hoffnung auf Erlösung. Dem kuratorischen Verständnis des Glaubens wohnt der Zweifel an eine Erlösung inne. Die Erlösung durch den Glauben – sei es an einen Schöpfer, sei es an sich selbst, sei es an die Kunst – ist keineswegs gewiss. Vielmehr ist der Zweifel an Erlösung und das Ringen um sie ein Zustand von Dauer, der das Leben prägt. Der Erlösungsgedanke wird zumeist religiös verstanden oder als Wiederherstellung eines Naturzustandes. Die Ausstellung »Personal Jesus« widmet sich (auszugsweise) dem Werk von fünf Maler*innen, die über keinen religiösen Glauben verfügen, aber dennoch in ihren Bildern um ein höheres Verständnis ihres Daseins und ihrer Fragen an eine Gesellschaft ringen, welche den Künstler an den Rand ihres Weltbildes abschiebt. Von der Malerei heißt es, jedes Bild sei ein Selbstportrait. In Zwiesprache mit sich und seinem Motiv geht der Maler durch sein Bild wie durch einen Spiegel. Dieser durchaus spirituelle Weg von einer Außenwelt in die innere Welt führt in die Weite einer persönlichen Dimension.
In der Geistesgegenwart eines Personal Jesus feiert der Maler die eigene Auferstehung im Abbild seiner Zweifel, Hoffnungen und Träume. Jürgen Eisenacher hat das Drama der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in seinen Bildern mit der Geschichte des Kolonialismus im 18. und 19. Jahrhundert überblendet. Hier gewinnt das Drama eine historische Dimension, die von Eisenacher ästhetisch bewältigt wird, ohne sie zu ästhetisieren. Ronald Lippoks Bilder senden letzte Wellen von Licht aus Welten, die allmählich verblassen. Seine Wunsch- und Trugbilder beschwören den Geist jener
Zeitalter, die noch einen Knick in der Optik hatten. Jutta Scheiner spürt in ihrer Malerei dem immerwährenden Sommernachtstraum einer Kindheit nach, der überschattet war von dem Exodus der Siebenbürger Sachsen aus dem Rumänien Ceauseșcus.
In Frank Siewerts Arbeiten kämpfen Kunst und Wissenschaft wie der Kaspar und der Teufel miteinander. Dabei erzeugen sie Schwingungen, die sich wie die heftigen Ausschläge eines irren Seismographen über und unter seine Bilder legen. Und Igor Tatschke ficht mit dem Pinsel gegen Windmühlen, doch ihre Flügel entpuppen sich als Zeiger einer Uhr, auf welcher ganze Zeitalter in Sekunden fristlos verjähren.


»Personal Jesus« (Malerei)
Eröffnung am 14. 05. 2021 von 18 bis 21 Uhr
Ausstellungsdauer vom 15. 05. bis 23. 05. 2021
Öffnungszeiten: Mo – Fr 15 – 18:00, Sa – So 12 – 18:00 | Gethsemanekirche, Stargarder Straße 77, 10437 Berlin,
hg@staatsgalerie-prenzlauerberg.de.
In Zusammenarbeit der Staatsgalerie Prenzlauer Berg mit der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord. Besonderer Dank an Jasmin El-Manhy und Tobias Kuske. Gefördert durch das Kulturamt Pankow.

Von Orgelflügeln und Paukengeln

Orgelbauer sorgen sich nicht nur um ihr kostbares Musikinstrument, sondern geben ihm auch eine besondere Schauseite, den Prospekt. In den Kirchen unserer Gemeinde ist der Orgelprospekt nur ein zurückhaltender Rahmen, der allenfalls etwas farbig gefasst ist.
Frühere Zeiten gingen da anders vor. Sie schmückten gern ihren Orgelprospekt mit Ornamentschnitzwerk. Wir kennen sicher alle barocke Prospekte, bei denen die Schleierbretter als Muschel-, Stern- oder Sonnenformen auf den Pfeifen liegen oder sie rahmen. So sieht zum Beispiel die Wagner-Orgel der Berliner Marienkirche aus mit ihrem Prospekt von Johann Georg Glume aus den Jahren 1720/23. Die Werkstatt Glume hat sonst vor allem in Potsdam und dessen Schlössern und Parks die Plastiken geschaffen.
Im 16.und 17. Jahrhundert schloss man dagegen gern die ganze Orgel mit großen Flügeln zu, die man dann zum Spielen öffnen konnte. Wir wissen heute nicht mehr viel über diese Praxis. Der Niederländer Arnolt Schlick meint in seinem Traktat von 1511 „ Spiegel der Orgelmacher“, dass die Flügel notwendig seien, um die Orgel vor Staub und Schmutz von Vögeln, Fledermäusen, Ratten und Mäusen zu schützen. Deshalb wurden die Orgel mit großen aufklappbaren Flügeln ähnlich wie Flügelaltäre ausgestattet. So boten sie zugleich Flächen für Malerei. Als Motive wählte man Engel oder Szenen aus der Bibel. So konnten die Orgelflügel gleich noch zur Erbauung der Gemeinde dienen. Sinnvoll war das freilich nur, wenn man die Bilder sehen konnte. Das war so lange der Fall, da die Orgel sich im Kirchenraum befand. Bei Orgeln auf Emporen kommen Orgelflügel seltener vor. Bilder aus dem 17. Jahrhundert, die Ereignisse in evangelischen Kirchenräumen darstellen, zeigen oft auch kleine Orgeln mit Flügeln, meist an einer Kirchenschiffswand. Später wurde dann oft auf der Westseite der Kirche eine Orgelempore errichtet.
In Basedow (bei Malchin in Mecklenburg) hat sich aber eine Orgel mit Orgelflügeln erhalten. Die ganze Kirche ist eine Stiftung des Gutsherrn Christian Friedrich von Hahn, der um 1680 die ganze Kirche und vor allem deren Westwand aufwändig ausstatten ließ. Die imposante Orgel wurde von Heinrich Herbst aus Hildesheim und Samuel Gercke aus Güstrow gefertigt. Die Themen der Orgelflügel, die die sehr großen Pfeifentürme bedecken, sind außen die Einnahme Jerichos (Josua 6, 1-20) und die Schlacht zwischen Jerobeam und Abia (2. Chronik 13, 12 -20) , also alttestamentliche Erzählungen, bei denen Trompeten eine Rolle spielen. Die Innenseiten der Flügel zeigen aufgeklappt die Auferstehung bzw. die Himmelfahrt Christi.
In der Mark Brandenburg haben sich leider keine Orgeln mit Flügeln erhalten. Wir wissen aber, dass es solche einmal gab, z.B. in der Marienkirche von Bernau. 1572 hatte der Rat von Bernau den Hamburger Orgelbaumeister Hans Scherer mit dem Bau einer Orgel für die Stadtkirche beauftragt. Aus dem Vertrag geht hervor, wie der Prospekt aussehen und wie die Orgelflügel bemalt werden sollten. Außerdem wurden 27 Engelfiguren auf dem Hauptwerk und 5 vergoldete Köpfe auf dem Rückpositiv angebracht. Leider wurde diese Scherer-Orgel 1864 durch eine neue und durch einen neogotischen Prospekt ersetzt. Von den Orgelflügeln ist danach nichts mehr erhalten geblieben, aber vom Figurenschmuck. Diesen kann man heute besichtigen.
In der Epoche des Barock konnte die Neigung zu üppiger Gestaltung ebenfalls zu reichem Figurenschmuck führen. Berühmtes Beispiel dafür ist die 1721 vollendete Orgel der Wallfahrtskirche von Heiligenlinde (Swieta Lipka) in Masuren (Polen). Die am Prospekt bis hoch in die Pfeifentürme angebrachten Engel bewegen sich, wenn die Orgel gespielt wird und sie musizieren dabei auf ihren verschiedenen Instrumenten während sich goldglänzende Stern drehen.
So etwas Ähnliches gibt es auch in unserer Landeskirche. In der Nikolaikirche von Luckau befindet sich die Orgel auf einer prächtigen Emporenanlage im Westen des Kirchenschiffs. Um 1672 hatte sie der Leipziger Orgelbauer Christoph Donat geschaffen und 1978 die Potsdamer Orgelfirma Schuke restauriert. Dabei wurde das Rückpositiv mit seinen beweglichen Posaunenengeln und dem Harfe spielenden David wieder hergestellt. Auch die drei Zimbeln von Sonne, Mond und Stern gehören zum Spielregister.
Etwas bescheidener ist die Ausstattung der Marienkirche von Angermünde. Die große Orgel auf der Westempore hat wie in Berlin Joachim Wagner zwischen 1742 und 1744 geschaffen und den dazu gehörigen Prospekt auch wie in Berlin in der Glume-Werkstatt anfertigen lassen. Dort wurden nicht nur goldene Schleierbretter geschaffen, sondern auch Figuren. Davon sind heute noch auf den äußeren Pfeifentürmen Engel mit Kesselpauken erhalten. Der Organist kann diese Pauken stimmen und in sein Spiel einbeziehen. Heute ist das ein hübscher Anblick, wenn während des Orgelspiels die Engel auf ihre Pauken schlagen.

Dr. Gerlinde Strohmaier-Wiederanders
(em. Professorin für Kirchengeschichte mit dem Spezialgebiet Christliche Kunst an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität, lange Jahre Mitglied des GKR, jetzt noch im Personalausschuss, bei Gottesdiensten oft Lektorin, manchmal auch vertretungsweise Gottesdienst).

Gemeindenachrichten


Der Gemeindekirchenrat hat sich in den vergangenen Wochen u.a. mit folgenden Themen beschäftigt:
Pfarrstellenbesetzung
Die Pfarrstellenausschreibung ist fertig und erscheint Ende März 2021 im Kirchlichen Amtsblatt. Unter Beteiligung der Hauptamtlichen und des Gemeindebeirates haben wir in den letzten Monaten diskutiert, was für einen Menschen mit welchen Fähigkeiten wir uns auf der Stelle wünschen
und welchen Schwerpunkt wir der Stelle geben wollen. Entschieden haben wir uns für eine stärkere Vernetzung mit dem Kiez und die Ansprache neuer Zielgruppen, mit mutigen und neuen Beteiligungsformen am kirchlichen Leben. Es geht uns also um eine weitere Öffnung der Gemeinde in die Nachbarschaft, über klassisches Gemeindeleben hinaus. Wir wollen verstärkt Teil eines bunten vielfältigen Kiezes sein, wahrgenommen werden und neue und andere Begegnungen mit Kirche ermöglichen.
Wir wünschen uns einen Menschen, der gut und gern im Team arbeitet, sich auf Menschen freut und mutig neue Ideen für die Arbeit der Gemeinde im Kiez entwickelt und umsetzt. Nun hoffen wir auf tolle Bewerbungen im Rahmen der Konsistorialbesetzung!


Jugendräume im Gemeindehaus Paul-Gerhardt
Im Gemeindehaus Paul-Gerhardt planen wir, die Gemeinderäume in eine Etage umzubauen, die primär den Jugendlichen und ihren Ansprüchen entspricht. Aktuell nehmen in zwei Jahrgängen mehr als 200 Konfirmand*innen an der Konfizeit teil; mit prognostisch steigender Zahl in den nächsten Jahren. Für die Jugendarbeit, die traditionell in Paul-Gerhardt beheimatet ist, ist der Jugendkeller baulich nicht mehr geeignet.
Daher wollen wir die Räume im Erdgeschoss so miteinander verbinden und ausgestalten, dass sie Angebote für große Gruppen ermöglichen, aber auch Ecken für kleinere Runden bieten. Die mit dem Projekt verbundenen baulichen und finanziellen Fragen klären wir gerade noch, hoffen aber – wie auch durch den Gemeindebeirat begrüßt – nach den Sommerferien mit neu gestalteten Räumlichkeiten starten zu können.


Gemeindeleben in Corona-Zeiten
Wir versuchen uns an einer vorsichtigen Rückkehr auch zu analogen Angeboten – in der Hoffnung, dass die Pandemie-Lage dies weiterhin zulässt. Für Kinder und Jugendliche gibt es die Möglichkeit,
entsprechend den Vorgaben der Senatsverwaltung Jugendarbeit für Kleingruppen wieder als Präsenzangebot zu machen. In diesem Rahmen ist die Konfizeit wieder und neu gestartet und auch für die Kindergruppen sind Angebote vor Ort geplant.
Ebenso bei den Gottesdiensten hat der Gemeindekirchenrat die Vorschläge aus dem Kreis der Hauptamtlichen begrüßt und unterstützt, zukünftig eine Mischung aus analogen und digitalen Gottesdiensten anzubieten. In der nächsten Zeit soll es, beginnend mit Palmsonntag, sonntags wieder einen
Präsenzgottesdienst in der Gethsemanekirche als der größten Kirche der Gemeinde, die unter Wahrung der Abstandsregelungen die höchste Zahl an Gottesdienstbesuchenden zulässt, geben. Daneben sind weiterhin ein digitales Angebot und Telefongottesdienste für alle Menschen geplant, die bei Kontakten weiterhin vorsichtiger sind.
Ulrike Lemmel, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates

Ostern

… Was ist selbstverständlich, was ist normal, was hat Bedeutung – das alles wird zur Zeit noch mehr als sonst und recht unbarmherzig in Frage gestellt.
Vielleicht führt das dazu, dass uns Wichtiges ganz neu bewusst wird … Zum Beispiel, was Ostern eigentlich bedeutet, ganz persönlich, für mich oder für Sie.
Was würden Sie sagen? Hier sind ein paar Antworten, ganz persönliche Momentaufnahmen – als Anfang und Inspiration.


Was bedeutet Ostern in diesem Jahr für dich?


OSTERN bedeutet für mich in diesem – wie in jedem
– Jahr: Auf(er)stehen, Leben teilen und Mut machen
zur Begegnung – mit Gott und den Menschen!
UND: Gott sei Dank ist der Grabstein, der die Tür
zum Leben versperrte, bereits weggeräumt! Meine
Osterhoffnung ist, dass auch unsere verrammelten
Türen wieder gesprengt werden und wir einen überraschenden
Besuch erhalten, der uns “Frieden und
Freude” ins Haus trägt … Andreas Güthling, Pastor der
Zoar-Kirche in der Cantianstraße


OSTERN … das bedeutet für mich … hoffentlich
Urlaub! Und zwar hoffentlich auch woanders, am
liebsten auf dem Land – endlich mal wieder raus.
Mario Gugeler, Küster.
Ich finde es spannend, Wege und Mittel zu finden, um
zu zeigen, dass das Leben sich durchsetzt – trotz allem.
Das ist für mich OSTERN!
Georg Schubert, Prädikant.


Nach einem Jahr Corona denke ich bei der Bedeutung
von OSTERN vor allem an das Leben all der Menschen,
die wir tagtäglich durch den Virus verlieren. In den
Nachrichten wirken die vielen Todesfälle wie kalte
Zahlen. Mir ist wichtig, dass für all diese Einzelnen
neues Leben kommen wird. Ich denke an eine der
für mich eindrucksvollsten
biblischen Szenen: Jesus
vor dem geöffneten Grab
des Lazarus, wenn er mit
lauter Stimme ruft: „Lazarus,
komm heraus!“ (Joh 11,43).
Ferdinand Brenner, Theologiestudent
und Gemeindepraktikant.


In diesem Jahr bedeutet OSTERN für mich
eine große Sehnsucht in einen kirchlichen Raum zu
gehen und mit anderen Menschen gemeinsam
die Auferstehung feiern zu dürfen. Die
Emmausgeschichte ist mir eine der liebsten
Geschichten in der Bibel. Das Ostererlebnis
ist da so schön beschrieben und das Zeichen
mit dem Brotbrechen. Und den beiden wird
klar: Er ist da und ist bei uns. Ingrid V.


Für mich bedeutet OSTERN Hoffnung: Hoffnung
auf Licht nach dunkler Zeit – Hoffnung auf Wärme
und Nähe nach Kälte und Distanz –
Hoffnung auf Gemeinschaft –
Ostern schenkt grünende
Hoffnung. Antje Erdmann,
Diakonin für die Arbeit mit
Kindern

Ostern bedeutet für mich viele offene Fragen – die
gab es auch schon in biblischer Zeit: War das Grab
wirklich leer? Wie ist „leibliche Auferstehung“ zu
verstehen? Was genau haben die Menschen erlebt,
von denen erzählt wird, dass sie dem Auferstandenen
begegneten? – Die biblischen Bücher finden
ganz unterschiedliche Antworten darauf. Auch jetzt
gibt es an OSTERN viele offene Fragen. Manche sind
kaum auszuhalten. Wie lange noch? Wann sehen wir
uns wieder? Was wird aus dem Reisen? Wie überstehen
wir diese Zeit, wir Einzelnen und wir als Gesellschaft?
Wie geht es den Menschen wirklich, zu denen
Kontakt zu halten mir jetzt oft so schwerfällt?
Die großen offenen Fragen über die Auferstehung
hielten die christliche Gemeinschaft
nicht davon ab zu feiern.
Davon will ich lernen und genau das in diesem Jahr an Ostern tun.
Und ich hoffe, das kann von Ostern her auch in meinen Alltag einziehen:
Die geteilte Trauer spüren und ihr Bedeutung, Gemeinschaft und Trost
abringen. Aus den wertvollen Erinnerungen Kraft schöpfen. Das Leben feiern. – Auch wenn vieles noch offen und voller Sehnsucht ist.
Pfarrerin Almut Bellmann.


Wie lautet Eure/ Ihre Antwort?
Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir und ich trage sie ein in eine Gedankencollage zu OSTERN auf unserer Webseite und auf instagram und facebook – namentlich oder ohne Namen, wie es Ihnen lieb ist. Ihre Pfarrerin Almut Bellmann
a.bellmann@ekpn.de

Pfarrstellenbesetzung

Zum 1. Januar 2021 ist Pfarrerin Jasmin El-Manhy in den Kirchenkreis Neukölln gewechselt, um dort an der Genezareth-Kirche ein »Segensbüro« zu entwickeln und zu leiten. Die Gemeinde hat sie am 17. Januar 2021 in einem bunten digitalen Abschiedsgottesdienst (weiterhin zu sehen auf dem EKPN-youtube-Kanal) vielfältig verabschiedet und sich herzlich für sechs Jahre lebendiges, engagiertes und prägendes Wirken bedankt. Liebe Jasmin, wir wünschen Dir für Deine neue Aufgabe alles Gute!

Für die Gemeinde steht nun die Neubesetzung der dritten Pfarrstelle an. Es handelt sich um eine Konsistorialbesetzung. Wir rechnen damit, dass die neue Pfarrperson im Sommer 2021 bei uns beginnen wird. Für die Vakanzzeit im Pfarrteam haben wir mit dem Stadtkloster Segen vereinbart, dass es die Gemeinde unterstützen wird.